Fotoreise durch das winterliche Lappland in Begleitung eines professionellen Fotografen
  
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Nordfinnland - Fotoreise durch Lappland

Polarlicht, Sami und Fotos - eine 8-tägige Reise nach Nord-Skandinavien

Glitzernder weißer Schnee, lebendige Huskies und vielleicht Nordlicht am nächtlichen Himmel. Auf dieser Reise durch Lappland erwarten Sie unzählige Fotomotive. Der Berufsfotograf und Lapplandkenner Klaus-Peter Kappest begleitet Sie auf der Tour von Inari nach Utsjoki durch die Heimat der Sami. Bei einem Fotoseminar "From Dusk till Dawn" vermittelt er Faustregeln für die Fotografie im Dämmer-, Kunst- und Polarlicht und gibt hilfreiche Tipps für die perfekten Urlaubsfotos.




Reisebeschreibung

Reiseverlauf*

1. Tag: Anreise nach Finnland
Individuelle Anreise zum Flughafen nach Frankfurt. Direktflug mit Lufthansa nach Ivalo. Am Flughafen in Ivalo treffen Sie Ihren Guide sowie Fotografen Klaus-Peter Kappest, die Sie auf dem Weg nach Inari (ca. 45 Minuten Fahrtzeit) begleiten werden. Sie beziehen Ihre Zimmer und genießen das gemeinsame Abendessen. Schon am ersten Abend besteht - mit etwas Glück - die Möglichkeit, in der Nähe Ihrer Unterkunft Polarlichter zu beobachten - und natürlich auch zu Fotografieren. Klaus-Peter Kappest wird Ihnen hierzu praktische Tipps für die Polarlichtfotografie geben.
2. Tag: Inari und Sami-Museum
Nach dem Frühstück im Hotel erhalten Sie Informationen zum Programm der Reise und die warme Winterkleidung. Sie beginnen den Tag mit einem Rundgang durch das Dorf Inari. Am Nachmittag haben Sie Gelegenheit das Sámimuseum und Naturzentrum Nordlapplands auf eigene Faust zu erkunden (Eintritt inkl.). Die Ausstellungen verdeutlichen, wie sich die Natur und die Menschen an die extremen Wetterbedingungen angepasst haben.
Nach dem Abendessen zeigt und kommentiert Klaus-Peter Kappest einen Film über das kleine Dorf Näkkälä, das ausschließlich von Sami bewohnt wird. Der Film gibt weitere tiefe Einblicke, in die Kultur und Denkweise der Sami.
3. Tag: Motorschlittentour mit Sámi-Kultur
Heute haben Sie die Möglichkeit eine optionale Motorschlittenfahrt hinzuzubuchen. Diese beginnt mit der Einweisung ins Fahren mit dem Motorschlitten. Je zwei Personen fahren zusammen auf einem Schlitten. Die Safari führt Sie zu berühmten Stätten samischer Kultur, wie zum Beispiel zur alten samischen Kirche in Pielpajärvi sowie zur Insel Ukko. Sie fahren auch über dem zugefrorenen Inari-See, der das Meer der Samen genannt wird. Während der Safari gib es Kaffee und Proviant am Lagerfeuer. Klaus-Peter Kappest begleitet die Gruppe auf allen Ausflügen, bietet Einblicke in die Arbeit eines Berufsfotografen und steht für fotografische Tipps zur Verfügung. Programmdauer ca. 4 Stunden. Wer nicht an der Motorschlittensafari teilnehmen möchte, kann den Vormittag in Inari selbst gestalten und im Hotel zu Mittag essen.
Anschließend fahren Sie von Inari nach Utsjoki, die nördlichste Gemeinde Finnlands (ca. 1,5 Stunden Fahrtzeit). Hier erwarten Sie bereits Ihre samischen Gastgeber, die Ihnen die Unterkünfte zeigen werden. Übernachtung in gemütlichen Ferienhütten für 2-4 Personen oder Hotelzimmer. Auf Wunsch kann am Abend ein Film über das Dorf Kautokeino gezeigt werden. 
4. Tag: Samische Kultur
Nach dem Frühstück fahren Sie mit Ihrem Gastgeber zu den alten „Kirchenhäusern“ in der Nähe des Dorfes. Die Kirchenhäuser stammen aus dem 18. Jahrhundert, einige sogar aus dem 17. Jahrhundert. Sie werden auch das „Dorfhaus Giisa“ besuchen, wo Sie Sami-Kunsthandwerk von örtlichen Künstlern bewundern können. Auch ein Ausflug mit Schneeschuhen ist möglich. Während des Ausfluges wird ein Picknick-Mittagessen gereicht. Im Februar finden vielerorts Rentierscheiden statt. Vielleicht haben Sie Glück und sind live dabei.
Am diesem Tag wird außerdem der Sámi Nationalfeiertag begangen: Abends können Sie optional das Fest im Ort Utsjoki besuchen. Auch Ihre Gastgeberfamilie ist Mitinitiator dieser Veranstaltung. Details dazu werden kurzfristig bekannt gegeben. Der Eintritt und Transfer kann vor Ort bezahlt werden.
5. Tag: Besuch einer Huskyfarm und Hundeschlittensafari
Heute besuchen Sie eine Huskyfarm, wo Sie Informationen über diese arktischen Tiere erhalten. Sie lernen auch, wie man den Hundeschlitten lenkt. Danach starten Sie die Hundeschlittensafari. Die Tour wird mit 2 Personen pro Hundegespann gefahren: eine Person führt und die andere sitzt im Schlitten – auf halbem Weg kann der Fahrer gewechselt werden. Kaffee mit Proviant wird während des Programms gereicht. Von Dag, dem Musher der Huskyfarm, erfahren Sie mehr über das Leben mit den Hunden und den Jahresrhythmus auf dem Hundehof.
Im Anschluss besuchen Sie das Varanger Sámi Museum. Die Ausstellung erklärt die Entwicklung der Sámi und Ihres Lebensraums an der Küste von der Steinzeit bis heute. Der Minibus bringt Sie zurück nach Utsjoki.
6. Tag: Rentierschlittenfahrt und Foto-Seminar
Heute lernen Sie die Rentiere, die für die Kultur und die Geschichte der Samen sehr wichtig sind, näher kennen. Nach dem Frühstück erfolgt ein kurzer Spaziergang zum Rentiergehege Ihres Gastgebers. Sie treffen und füttern die Rentiere, bevor Sie eine kurze Rentiersafari beginnen. Ein Picknick-Mittagessen wird unterwegs in einem “Lavvu“ am offenem Feuer gereicht. Nach dem Abendessen bietet Klaus-Peter Kappest ein Fotoseminar mit dem Titel „From Dusk till Dawn - Fotografie im Dämmer-, Kunst- und Polarlicht“ an. Das Seminar dauert ca. 60 Minuten, wird aber natürlich unterbrochen, wenn Polarlichter zu sehen sein sollten.
7. Tag: Eisangeln, Kota und Joik
Nach dem Frühstück im Camp beginnt der Tagesausflug in das Fjäll-Gebiet. Mit dem Schlitten fahren Sie hinaus zu den Fjällseen, wo Sie Eisangeln können. Tagsüber können Sie Rentiere beobachten und füttern. Ihr Guide erzählt Ihnen über Rentiere und die Rentierwirtschaft. Am Nachmittag kehren Sie nach einem 4-5 stündigen Ausflug zum Feriencamp zurück. Das Abendessen wird heute in einer Kota (Lappenzelt aus Holz) bei offenem Feuer gereicht. Ihr Gastgeber wird Ihnen auch einen Joik, typischen Sami-Gesang, vortragen.
8. Tag: Abreise
Frühstück und Freizeit je nach Ihrer Abflugzeit. Check-Out und Transfer zum Flughafen in Ivalo. Auf Wiedersehen wunderbares Samiland!
*Änderungen in der Reihenfolge des Tagesprogramms vorbehalten.

Unterkunft und Verpflegung

Das Traditionshotel Kultahovi
Das familiengeführte Traditionshotel Kultahovi bietet eine einzigartige Kombination von Traditionen, Kultur und Natur für Gäste, die von ihrem Besuch viel erwarten. Zu dieser Kombination gehören die bestmögliche Lage des Hotels am Juutua-Fluss, Inari als ein international bedeutendes Zentrum für die Sámi-Kultur sowie die Möglichkeit, die authentische Stimmung der arktischen Region zu erleben. Das Traditionshotel Kultahovi ist an sich ein Besuchsziel, welches von keinem Gast ohne ein neues, tieferes Verständnis für die einzige indigene Kultur Europas verlassen wird. Das 2014 komplett renovierte Traditionshotel verfügt über 29 Zimmer mit jeweils einem gefliesten Bad, Radio, TV und Telefon. Den Hotelgästen stehen auch ein gemütlicher Aufenthaltsraum mit offenem Kamin sowie eine Internet-Bibliothek zur Verfügung.
Feriencamp Valle in Utsjoki
Das kleine im Familienbesitz befindliche Feriencamp am bekannten Fluss Teno besteht aus einem Hauptgebäude mit Rezeption, 4 gemütlichen Doppelzimmern, Essbereich mit Kochnische und Kamin, Wohnbereich mit wunderschöner Aussicht auf den Fluss Teno und die gegenüberliegenden Fjälls, zwei Toiletten, Sauna und Dusche. Außerdem gibt es 5 gemütliche Holzhütten, jeweils ausgestattet mit zwei Schlafzimmern, Wohnzimmer mit Kochnische und Kamin, Sauna/Dusche/WC.
Im vergangenen Winter wurde zudem ein neues Hotelgebäude eröffnet, in diesem finden Sie hochwertige Doppelzimmer mit Du/WC.
Einzelreisende können sich eine Ferienhütte teilen oder ein Doppelzimmer zur Einzelnutzung buchen.

Zubuchbare Leistungen

(Preis pro Person)
  • 'atmosfair' Spende für klimabewußtes Fliegen: +25 EUR
  • Einzelzimmer-Zuschlag (in Utsjoki mit Gemeinschaftsdusche/WC): +220 EUR
  • Übernachtung in Utsjoki in Ferienhüten: +0 EUR
  • Übernachtung in Utsjoki im Hotel: +0 EUR
  • 4 h Sámi-Kultur per Schneemobil am 3. Tag, 2 Pers. pro Schlitten: +150 EUR
  • 4 h Sámi-Kultur per Schneemobil am 3. Tag, 1 Pers. pro Schlitten: +190 EUR

Reiseleistungen

An- und Abreise: Flug ab Frankfurt nach Finnland
  • Direktflug mit Lufthansa ab/bis Frankfurt
  • Transfers vom Flughafen Ivalo nach Inari, weiter nach Utsjoki zurück zum Flughafen Ivalo
  • 2 Nächte im Doppelzimmer im Traditionshotel Kultahovi
  • 5 Nächte in gemütlichen Ferienhütten oder Doppelzimmern in Utsjoki
  • Vollverpflegung (mittags Proviant während der Ausflüge)
  • Thermobekleidung für den gesamten Aufenthalt (Overalls, Socken, Stiefel, Handschuhe, Mützen)
  • Programm und Aktivitäten wie beschrieben
  • Englisch sprechende Guides während der Ausflüge
  • Fotografische Begleitung durch den Berufsfotografen Klaus-Peter Kappest, Fotoseminar„From Dusk till Dawn - Fotografie im Dämmer-, Kunst- und Polarlicht“ und eine Auswahl von professionellen Erinnerungsfotos (nur für den privaten Gebrauch außerhalb des Internets bestimmt)

Reisezeit und Preise

TerminePreise 
03.02.2018 - 10.02.20182748 EURJetzt buchen

Teilnehmer: min. 4 max. 16 Personen

Veranstalter: fintouring gmbh

maps

Weitere Informationen

Fakten Finnland

Fläche: 338.432 km²
Einwohner: 5,4 Mio.
Hauptstadt: Helsinki, 604.380 Einwohner
Staatsform: Parlamentarische Republik. Der Präsident wird für 6 Jahre gewählt. Reichstag mit einer Kammer, 200 für je vier Jahre gewählte Abgeordnete.

Einreisebestimmungen
Für Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz genügt zur Einreise nach Finnland ein gültiger Personalausweis. Wenn Sie eine andere Staatsangehörigkeit haben, erkundigen Sie sich bei der finnischen Botschaft in Berlin nach den genauen Einreisebestimmungen.

Geldwechsel, Zahlungsmittel
Finnland war das erste Land Europas, dass den Euro eingeführt hat (hier gehen ja die Uhren eine Stunde vor). Gängige Kreditkarten werden meist akzeptiert.

Klima
Das Klima in Finnland kann man als kühl aber beständig bezeichnen.
Im Winter sind Temperaturen bis -30°C möglich, aber eher selten. Nachtfrost gibt es teilweise bis in den Sommer hinein. Während dieser Zeit sind Durchschnittstemperaturen bis 20°C zu erwarten, wobei auch die Wassertemperaturen aufgrund geringer Wassertiefen bis auf diese Werte klettern können. Die Monate Mai und Juni gelten als sehr trocken, während August und September am meisten Regen bringen.
Im Sommer (Ende Mai bis Mitte September) herrscht eine Durchschnittstemperatur von 13 bis17 °C.
Zuverlässige Wettervorhersagen finden Sie unter: fmi.fi

Reiseführer und Bildbände
Reise durch Finnland (Max Galli/Ernst-Otto Luthardt), Bildband
Finnen von Sinnen (Wolfram Eilenberge, Verlag Blanvalet)
Langenscheidts Sprachführer Finnisch
 
Sprache
Finnisch klingt für unsere Ohren fremd. Das Finnische gehört zu den finno-ugrischen Sprachen, welche eine der beiden Unterfamilien des Uralischen darstellen und ist daher entfernt mit dem Ungarischen und eng mit dem Estnischen verwandt. Die englische Sprache wird aber meist verstanden.
Sprachführer: z. B. Finnisch E-Wörterbuch, Yksi, kaksi, kolmem (Finnisch für Deutschsprachige in zwei Teilen).

Zeit
In Finnland gilt die Osteuropäische Zeit (OEZ), d.h. es gibt von Deutschland aus eine Zeitverschiebung von +1 Stunde.

Zollbestimmungen
Für die Einfuhr von Alkohol und Tabak sind die Bestimmungen seit dem EU-Beitritt deutlich gelockert worden. Allerdings gilt für Alkohol ein Mindestalter von 20 Jahren, Tabak mind. 18 Jahren.
Ausführliche Informationen:  http://www.tulli.fi/en/finnish_customs/publications/index.jsp (Englisch)

Zwiebelprinzip - Tipps und Details zur Kleidung

DAS ZWIEBELPRINZIP BEI DER BEKLEIDUNG

In Skandinavien gibt es noch richtigen Winter. Gerade im Norden sind Temperaturen von bis zu -20°C nicht selten. Da der Spaß und Komfort bei der Reise auch von der richtigen Bekleidung und Temperatur abhängt, sollte man sich vor Reisebeginn einige Gedanken zur richtigen Ausrüstung machen.

Da die Außentemperatur ständig wechselt und der Mensch je nach Aktivitätsgrad mehr oder weniger Wärme produziert, gibt es das perfekte Kleidungsstück leider nicht. Aus diesem Grund ist das sogenannte Zwiebelprinzip, d.h. das Tragen von mehreren Schichten, nach wie vor am besten geeignet für einen angenehmen Komfort. Beim Zwiebelprinzip gilt: lieber viele dünne Schichten, als wenige dicke. Als Grundmodell, das aber natürlich an die entsprechenden Touren-Bedingungen angepasst werden muss, kann folgende Schichten-Abfolge empfohlen werden:

 

1. Schicht
Unterwäsche und Shirts, direkt auf der Haut getragen, aus Microfaser z.B. Polyamide, Polyester oder Naturfaser z.B. Wolle, lang oder kurz oder beides übereinander. Dünne Kunstfasersocken helfen auch, Blasenbildung zu verhindern.

2. Schicht
- Leichte Fleece-Bekleidung, z. B. als Zippulli, Jacke z.B. Polarlite® micro oder thermic oder Hemd z.B. Polarlite®  oder Polartec® Classic 100
- Warme Fleece-Kleidung als Jacke, Pullover z.B. Polarlite® classic oder Polartec® Classic 300

3. Schicht

Windabweisende, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. Salewa Softshells aus Stormwall, Polartec® Power-shield® oder Polartec® Wind Pro. Diese ersetzen bei trockenem Wetter die 4.Schicht.
4. Schicht

Wasser- und winddichte, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. GORE-TEX® oder POWERTEX® Entsprechend den herrschenden Außenbedingungen lassen sich die einzelnen Schichten natürlich auch einzeln tragen. Abgedeckte Reißverschlüsse an den Hosenbeinen sind hilfreich zum einfachen An- und Ausziehen.
Daunenjacken funktionieren hervorragend bei trockener Kälte als Wärmeisolierung, aber wenn man sich viel bewegt sind diese oft zu warm. Sie sind eher geeignet für die Pausen oder für’s Campieren z.B. um sich nachts zusätzlich zum Schlafsack warm zu halten.

 

Wichtig: Handschuhe, Kopfbedeckung, Stirnband und Mütze nicht vergessen!

Bei Hundeschlittentouren gibt es Wärmeoveralls, die sich aber schlecht regulieren lassen. So kommen die Musher ins Schwitzen, wenn es mal anstrengender wird, haben aber keine Möglichkeit, sich des Overalls zu entledigen. Also besser: Zwiebelschalen-Prinzip!

  

Tipp zum Packen:
Nur so wenig mitnehmen wie möglich, aber soviel wie nötig. Profis machen eine Packliste und gehen sie nach der Tour durch. Dadurch lässt sich mit der Zeit die Ausrüstung minimieren, ohne auf Komfort zu verzichten!

 

Das Zwiebelprinzip beinhaltet je nach Einsatz verschiedene, aufeinander abgestimmte Bekleidungsschichten mit verschiedenen Aufgaben. Ziel ist es, bei jedem Wetter ein angenehmes Klima für den Körper zu erhalten, um somit die eigene Leistungsfähigkeit zu bewahren und das Wohlbefinden zu gewährleisten.

 

 

1. Funktionswäsche (1. Schicht)
Die erste Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird, ist die Funktionsunterwäsche. Diese besteht oft aus verschiedensten Kunstfasergeweben, bzw. Gewebemischungen, welchen gemeinsam ist, dass sie die Feuchtigkeit (Schweiß) zwar von der Haut ableiten, aber diese dann nicht speichern (dies ist zum Beispiel bei Baumwolle der Fall). Kunstfaserwäsche verteilt die abgegebene Feuchtigkeit auf eine größere Fläche, sodass diese wesentlich schneller verdunsten kann. Aufgrund dieser Eigenschaft kommt es kaum zu einer Auskühlung des Körpers durch Verdunstungskälte. Somit wird Energie gespart und die Leistungsfähigkeitdes Körpers bleibt erhalten. Jede Funktionswäsche ist antibakteriell ausgestattet und hat meistens Flachnähte, um unangenehmes Scheuern auf der Haut zu verhindern.

2. Isolationsschicht (2. Schicht)
Auch bei der zweiten Schicht kommen wieder Kunstfasergewebe zum Einsatz. Am häufigsten wird als Zwischenschicht mit guter Isolationsfähigkeit noch immer Fleece genutzt. Fleece wird in verschiedensten Formen und Varianten verarbeitet und ist somit für die unterschiedlichsten Ansprüche einsetzbar.
Die Vorteile sind ähnlich der Funktionswäsche: schnelles Trocknen, geringes Gewicht, Isolation auch noch im feuchten Zustand, kuschelig weich, sehr pflegeleicht und robust.

Es existieren noch weitere “Sonderformen” wie zum Beispiel dehnbares Fleece (Stretch), wasserabweisend behandeltes Fleece mit extra eingearbeiteter Ausrüstung (DWR: Durable Water Repellency) und bipolares Fleece bei dem die Innen- und die Außenseite unterschiedlich verarbeitet sind (innen flauschig weich, außen dichter und fester). Bekanntester Hersteller ist Malden Mills mit seinem Polartec®-Fleece. Es gibt aber inzwischen auch verschiedene andere hochwertige Fabrikate wie z.B. unser Polarlite®. Anhand des Polartec® Systems von Malden lassen sich Fleecematerialien recht anschaulich einteilen. Es gibt 100er (auch als Microfleece bezeichnet), 200er und 300er Fleece. Hierbei bezieht sich die Zahl jeweils auf das Gewicht pro m². Alternativen im Bereich der Isolationsschicht sind mit Daunen oder Kunstfasern gefüllte Bekleidungsstücke, welche häufig in der Lage sind, sehr viel warme Luft zu speichern, aber oftmals auch etwas dicker auftragen und für viele Zwecke eventuell schon zu warm sein können.

 

3. Wind- und Wetterschutz (3. und 4. Schicht)
Diese Schicht stellt die äußerste und damit dem Wetter am meisten ausgesetzte Bekleidungsschicht des Zwiebelprinzips dar. Auch innerhalb der Produkte dieser Schicht gibt es die verschiedensten Ausführungen. Je nach Art der Nutzung kommen hier winddichte und/oder wasserdichte Materialien zum Einsatz:

A. Im Bereich der winddichten Bekleidung findet man häufig den Windstopper® der Firma Gore oder vergleichbare Produkte z.B. Power Shield® von Malden Mills. Diese Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu 100% winddicht sind und somit ein schnelles Auskühlen des Körpers durch ein Zerstören der warmen Luftschicht (“Windchilleffekt”) verhindern. Weitere positive Eigenschaften der winddichten Materialien kann die stark wasserabweisende Wirkung (wasserabweisend, aber nicht zu 100% wasserdicht!) sein (=Softshell), die relativ hohe Atmungsaktivität, das angenehme oftmals weiche Tragegefühl sowie die Vielseitigkeit der Anwendung.

B. Daneben gibt es noch wasserdichte Kleidung. Ein Bekleidungsstück welches wasserdicht sein soll, muss natürlich auch an den Nähten dicht sein. Hierzu werden die Nähte alle mit einem Nahtband von innen versiegelt. Grundsätzlich gilt es, im Bereich der wasserdichten Materialien zwischen “atmungsaktiven” und nicht “atmungsaktiven” Materialien (z.B. Raintec) zu unterscheiden.
Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass der Begriff “atmungsaktiv” eigentlich so nicht richtig ist. Richtig ist: “wasserdampfdurchlässig”! Die Wasserdampfdurchlässigkeit beruht auf der Struktur der Membranen oder Beschichtungen. Dampfdurchlässige Membranen und Beschichtungen haben Poren bzw. sind mikroporös. Diese Poren sind so groß, dass Wasserdampf entweichen kann, Wassertropfen auf der Außenseite aber nicht eindringen können.
Um die Dampfdurchlässigkeit zu gewährleisten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Innerhalb der Bekleidung muss eine höhere Temperatur herrschen, als außerhalb der Kleidung, weil ein höherer Druck nötig ist. Es kann also unter Umständen auch dazu kommen, dass auch eine hochwertige GORE-TEX®-Membrane nicht “funktioniert” (Das feucht-warme Klima in den Tropen ist ein solches Beispiel).
Aber auch unter optimalen Bedingungen ist die “Atmungsaktivität” eingeschränkt. Zur Zeit erreichte Höchstwerte sind ca. 200 bis 300 Gramm Dampf pro Stunde pro m². Bei vielen Aktivitäten wird jedoch mehr Schweiß produziert, so schwitzt man zum Beispiel beim Wandern, Radfahren oder Skifahren bis zu zwei Liter pro Stunde. Um auch unter diesen Umständen ein angenehmes Klima zu erhalten, werden Funktionswäsche und ebenfalls funktionelle Zwischenschichten benötigt.
Zur Zeit gibt es Bemühungen, einen einheitlichen Wert für die Dampfdurchlässigkeit eines Materials zu erhalten. Der RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) misst den Widerstand eines Materials am fertigen Bekleidungsstück! (nicht nur an der Membran) für den Dampfdurchgang. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Dampfdurchlässigkeit zu unterstützen, wie Unterarmreißverschlüsse oder Taschenbelüftungen.

Wikipedia „Finnland“