5-tägige Huskytour von Hütte zu Hütte: Fahren Sie imeigenen Husky-Gespann mit bis zu 6 Hunden durch die Wildnis Nordfinnlands
  
5-tägige Huskytour von Hütte zu Hütte: Fahren Sie imeigenen Husky-Gespann mit bis zu 6 Hunden durch die Wildnis Nordfinnlands
  
5-tägige Huskytour von Hütte zu Hütte: Fahren Sie imeigenen Husky-Gespann mit bis zu 6 Hunden durch die Wildnis Nordfinnlands
  
5-tägige Huskytour von Hütte zu Hütte: Fahren Sie imeigenen Husky-Gespann mit bis zu 6 Hunden durch die Wildnis Nordfinnlands
  
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Huskytour von Hütte zu Hütte in Finnland

Die finnische Husky-Woche - Großartige Husky-Touren mit dem Hundeschlitten in Finnland

Die Schlittenhunde stemmen sich gegen das Geschirr, bellen und jaulen aufgeregt: Sie warten ungeduldig darauf, endlich loslaufen zu können! Genau so aufregend beginnt jede Etappe auf unseren im wahrsten Sinne des Wortes zugkräftigen Huskytouren in Finnland!

 

Diese geführte, fünftägige Hundeschlittentour führt Sie durch unberührte, winterliche Natur Mittelfinnlands. Nahe des Polarkreises erleben Sie hier auf einer aufregenden Husky-Tour eine einzigartige Kombination aus Geologie, Natur und Kultur. Die Huskytouren führen Sie in eine Landschaft, die von der Eiszeit geprägt ist. Fahren Sie mit dem Hundeschlitten entlang verschneiter Bergrücken, durch Kiefernwälder und vorbei an kleinen Seen. Die zauberhafte Winterwelt Finnlands, die einheimischen Menschen und natürlich vor allem auch die gut trainierten Hunde werden Sie begeistern. Genießen Sie das Gefühl, sich beinahe lautlos mit der Kraft und Ausdauer der Huskies im Hundschlitten durch die verschneite Winterlandschaft Finnlands zu bewegen. Husky-Touren bei klirrender Kälte durch die arktische Wildnis bieten Ihnen die einzigartige Gelegenheit, wieder zu den wesentlichen Dingen im Leben zurückzufinden, den Alltag zu entschleunigen und somit frische Energien für Körper, Geist und Seele zu tanken.




Reisebeschreibung

Reiseverlauf*

Tag 1: Anreise nach Finnland
Individuelle Anreise zum Flughafen. Flug von Deutschland via Helsinki nach Kuusamo. Transfer vom Flughafen zur Unterkunft nahe der Hskyfarm (ca. 25 min). Beim Abendessen lernen Sie die Guides der Husky-Tour kennen und besprechen die Details der Hundschlittentour.
Tag 2: Einweisung und erste Fahrt im Hundeschlitten
Mit dem Minibus geht es zur Huskyfarm Erä-Susi (ca. 10 min). Als erstes treffen Sie die Hundeführer und lernen die Huskies kennen. Sie beginnen mit einer Einführung ins Hundeschlittenfahren und einer Sicherheitseinweisung. Sie lernen mit dem Gespann umzugehen, die Huskies einzuspannen und alles, was Sie über Schlittenhunde wissen müssen.
Nach dem Einspannen der Schlittenhunde sind Sie startbereit für Ihre Huskytour. Bis zu der heutigen Unterkunft Ihrer Husky-Tour, einer Hüttenanlage mit Namen Lopotti, sind es etwa 25 km durch einfaches Gelände. Nach der Ankunft an der Hütte kümmern Sie sich als erstes um Ihre Huskies: Sie füttern die Hunde und geben ihnen eine kleine Massage. Danach gibt es Abendessen, Sauna und Zeit, sich zu erholen.
Tag 3: Huskytour durch Finnland
Als erstes bekommen morgens die Huskies zu trinken, bevor gemeinsam gefrühstückt wird. Danach spannen Sie die Schlittenhunde ein und setzen die Reise im Hundeschlitten fort. Die heutige Strecke der Husky-Tour wird ebenfalls etwa 45 km lang sein und uns weiter in die Wildnis führen.
Übernachten werden Sie heute in einfachen Holzhütten bei Ollila. Es folgt die abendliche Routine aller Huskytouren: Fütterung der Huskies, Abendessen und Sauna.
Tag 4: Tagestour mit dem Hundeschlitten
Heute unternehmen wir eine Tagestour mit ca. 10 bis 20 km im Hundeschlitten. Je nach Wetterlagen werden die verschiedenen Aktivitäten geplant: Mit einem lokalen Fischer können Sie zum Eisangeln gehen oder eine kleine Schneeschuhtour unternehmen. Wenn Sie Glück haben, gibt es abends frischen Fisch auf dieser Etappe der Huskytour. Übernachtung in Ollila.
Tag 5: Zurück zur Hütte Lopotti
Nach dem obligatorischen Tränken der Huskies am Morgen und dem anschließenden gemeinsamen Frühstück spannen Sie Ihre Hunde wieder ein. Die heutige Strecke im Hundeschlitten führt zurück zur Hütte Lopotti. Versorgung der Hunde, danach Abendessen und Sauna.
Tag 6: Letzte Etappe der Huskytour und Ausspannen
Ihr letzter Tag mit den Huskies: Heute geht es zurück zur Huskyfarm Erä-Susi, wo Ihre Huskytour enden wird. Dort angekommen, spannen wir die Schlittenhunde aus und verabschieden uns von unseren Reisebegleitern auf der Husky-Tour. Transfer zur Unterkunft. Sauna und gemeinsames Abendessen.
Tag 7: Rückreise
Nach dem Frühstück werden Sie zurück zum Flughafen Kuusamo gebracht. Rückflug via Helsinki nach Deutschland und individuelle Heimreise.
* Aufgrund von Witterungsbedingungen kann sich der Reiseverlauf ändern. Dies wird vor Ort entschieden.
Je nach Flugverbindung kann eine Zwischenübernachtung in Helsinki erforderlich sein.


Anforderungen

Für diese Huskytour sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Für Husky-Touren sollten Sie körperlich gesund und fit sein, einen guten Gleichgewichtssinn besitzen sowie in der Lage sein, längere Zeit draußen in der Kälte zu verbringen. Jeder Teilnehmer fährt im eigenen Husky-Gespann mit bis zu 6 Hunden, für die er während der Tour verantwortlich ist. Dazu gehört das An- und Ausspannen der Hunde, das Füttern, eine kleine Massage nach der Tour sowie das Verteilen von Stroh für das Nachtlager. Die Safari erfordert vollen Einsatz aller Beteiligten und Teamwork, auch mit den Hunden.  
Die Gepäckmitnahme im Hundeschlitten ist begrenzt. Sie können auf Ihrer Husky-Tour einen kleinen Rucksack mit max. 20l im Schlitten transportieren. Sie benötigen aber nur persönliche Gegenstände sowie etwas bequeme Kleidung für den Abend – und Ihren Fotoapparat. Ein Gepäcktransport findet nicht statt. Der Koffer kann während der Huskytour im Hotel verbleiben.
Das Mindestalter für die Reise beträgt 16 Jahre.


Unterkunft und Verpflegung

Die Nacht vor und nach der Husky-Tour verbringen Sie im Doppelzimmer im Hotel. Die Zimmer verfügen über Bad mit Dusche und WC sowie eine Kochecke. Während der Huskytour übernachten Sie im Mehrbettzimmer (2-4 Personen) in Hütten. Duschen und Toiletten befinden sich in z.T. außerhalb der Hütten. Schlafsäcke für die Übernachtungen werden gestellt.
Vollverpflegung während der Reise ist im Preis inbegriffen. Das Frühstück ist reichhaltig und stärkt für die Huskytour. Es gibt Kaffee, Tee, Saft, Brot sowie Schinken, Käse, Gurke und Tomate. Müsli/Haferbrei, Eier, Joghurt und Obst. Den Lunch mit warmen Getränken, Sandwiches, Würstchen und Suppe nehmen wir unterwegs ein. Zum Abendessen erwarten Sie typisch finnische Delikatessen wie Fisch, Fleisch mit Kartoffeln, Lachs, Rentiereintopf, Salate und Gemüse.


Zubuchbare Leistungen

(Preise pro Person)

Reiseleistungen

An-/Abreise: Flug von Deutschland nach Finnland
  • Flug von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg oder München nach Kuusamo mit SAS in V-Klasse
  • atmosfair-Spende für klimabewusstes Fliegen
  • Transfer vom Flughafen Kuusamo zum Hotel und zurück sowie zur Huskyfarm Erä-Susi
  • 2 Übernachtungen im Doppelzimmer im Hotel
  • 4 Übernachtungen in Hütten unterwegs
  • Vollverpflegung (Frühstück, Picknick, Abendessen)
  • Eigenes Hundeschlitten-Gespann auf Ihrer Husky-Tour
  • Thermobekleidung (Overall, Handschuhe, Mütze, Schuhe)
  • Englisch, finnisch sprechender, einheimischer Hundeschlittenführer

Reisezeit und Preise

Teilnehmer: min. 2 max. 8 Personen

Veranstalter: Club Aktiv

Weitere Informationen

Fakten Finnland

Fläche: 338.432 km²
Einwohner: 5,4 Mio.
Hauptstadt: Helsinki, 604.380 Einwohner
Staatsform: Parlamentarische Republik. Der Präsident wird für 6 Jahre gewählt. Reichstag mit einer Kammer, 200 für je vier Jahre gewählte Abgeordnete.

Einreisebestimmungen
Für Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz genügt zur Einreise nach Finnland ein gültiger Personalausweis. Wenn Sie eine andere Staatsangehörigkeit haben, erkundigen Sie sich bei der finnischen Botschaft in Berlin nach den genauen Einreisebestimmungen.

Geldwechsel, Zahlungsmittel
Finnland war das erste Land Europas, dass den Euro eingeführt hat (hier gehen ja die Uhren eine Stunde vor). Gängige Kreditkarten werden meist akzeptiert.

Klima
Das Klima in Finnland kann man als kühl aber beständig bezeichnen.
Im Winter sind Temperaturen bis -30°C möglich, aber eher selten. Nachtfrost gibt es teilweise bis in den Sommer hinein. Während dieser Zeit sind Durchschnittstemperaturen bis 20°C zu erwarten, wobei auch die Wassertemperaturen aufgrund geringer Wassertiefen bis auf diese Werte klettern können. Die Monate Mai und Juni gelten als sehr trocken, während August und September am meisten Regen bringen.
Im Sommer (Ende Mai bis Mitte September) herrscht eine Durchschnittstemperatur von 13 bis17 °C.
Zuverlässige Wettervorhersagen finden Sie unter: fmi.fi

Reiseführer und Bildbände
Reise durch Finnland (Max Galli/Ernst-Otto Luthardt), Bildband
Finnen von Sinnen (Wolfram Eilenberge, Verlag Blanvalet)
Langenscheidts Sprachführer Finnisch
 
Sprache
Finnisch klingt für unsere Ohren fremd. Das Finnische gehört zu den finno-ugrischen Sprachen, welche eine der beiden Unterfamilien des Uralischen darstellen und ist daher entfernt mit dem Ungarischen und eng mit dem Estnischen verwandt. Die englische Sprache wird aber meist verstanden.
Sprachführer: z. B. Finnisch E-Wörterbuch, Yksi, kaksi, kolmem (Finnisch für Deutschsprachige in zwei Teilen).

Zeit
In Finnland gilt die Osteuropäische Zeit (OEZ), d.h. es gibt von Deutschland aus eine Zeitverschiebung von +1 Stunde.

Zollbestimmungen
Für die Einfuhr von Alkohol und Tabak sind die Bestimmungen seit dem EU-Beitritt deutlich gelockert worden. Allerdings gilt für Alkohol ein Mindestalter von 20 Jahren, Tabak mind. 18 Jahren.
Ausführliche Informationen:  http://www.tulli.fi/en/finnish_customs/publications/index.jsp (Englisch)

Zwiebelprinzip - Tipps und Details zur Kleidung

DAS ZWIEBELPRINZIP BEI DER BEKLEIDUNG

In Skandinavien gibt es noch richtigen Winter. Gerade im Norden sind Temperaturen von bis zu -20°C nicht selten. Da der Spaß und Komfort bei der Reise auch von der richtigen Bekleidung und Temperatur abhängt, sollte man sich vor Reisebeginn einige Gedanken zur richtigen Ausrüstung machen.

Da die Außentemperatur ständig wechselt und der Mensch je nach Aktivitätsgrad mehr oder weniger Wärme produziert, gibt es das perfekte Kleidungsstück leider nicht. Aus diesem Grund ist das sogenannte Zwiebelprinzip, d.h. das Tragen von mehreren Schichten, nach wie vor am besten geeignet für einen angenehmen Komfort. Beim Zwiebelprinzip gilt: lieber viele dünne Schichten, als wenige dicke. Als Grundmodell, das aber natürlich an die entsprechenden Touren-Bedingungen angepasst werden muss, kann folgende Schichten-Abfolge empfohlen werden:

 

1. Schicht
Unterwäsche und Shirts, direkt auf der Haut getragen, aus Microfaser z.B. Polyamide, Polyester oder Naturfaser z.B. Wolle, lang oder kurz oder beides übereinander. Dünne Kunstfasersocken helfen auch, Blasenbildung zu verhindern.

2. Schicht
- Leichte Fleece-Bekleidung, z. B. als Zippulli, Jacke z.B. Polarlite® micro oder thermic oder Hemd z.B. Polarlite®  oder Polartec® Classic 100
- Warme Fleece-Kleidung als Jacke, Pullover z.B. Polarlite® classic oder Polartec® Classic 300

3. Schicht

Windabweisende, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. Salewa Softshells aus Stormwall, Polartec® Power-shield® oder Polartec® Wind Pro. Diese ersetzen bei trockenem Wetter die 4.Schicht.
4. Schicht

Wasser- und winddichte, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. GORE-TEX® oder POWERTEX® Entsprechend den herrschenden Außenbedingungen lassen sich die einzelnen Schichten natürlich auch einzeln tragen. Abgedeckte Reißverschlüsse an den Hosenbeinen sind hilfreich zum einfachen An- und Ausziehen.
Daunenjacken funktionieren hervorragend bei trockener Kälte als Wärmeisolierung, aber wenn man sich viel bewegt sind diese oft zu warm. Sie sind eher geeignet für die Pausen oder für’s Campieren z.B. um sich nachts zusätzlich zum Schlafsack warm zu halten.

 

Wichtig: Handschuhe, Kopfbedeckung, Stirnband und Mütze nicht vergessen!

Bei Hundeschlittentouren gibt es Wärmeoveralls, die sich aber schlecht regulieren lassen. So kommen die Musher ins Schwitzen, wenn es mal anstrengender wird, haben aber keine Möglichkeit, sich des Overalls zu entledigen. Also besser: Zwiebelschalen-Prinzip!

  

Tipp zum Packen:
Nur so wenig mitnehmen wie möglich, aber soviel wie nötig. Profis machen eine Packliste und gehen sie nach der Tour durch. Dadurch lässt sich mit der Zeit die Ausrüstung minimieren, ohne auf Komfort zu verzichten!

 

Das Zwiebelprinzip beinhaltet je nach Einsatz verschiedene, aufeinander abgestimmte Bekleidungsschichten mit verschiedenen Aufgaben. Ziel ist es, bei jedem Wetter ein angenehmes Klima für den Körper zu erhalten, um somit die eigene Leistungsfähigkeit zu bewahren und das Wohlbefinden zu gewährleisten.

 

 

1. Funktionswäsche (1. Schicht)
Die erste Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird, ist die Funktionsunterwäsche. Diese besteht oft aus verschiedensten Kunstfasergeweben, bzw. Gewebemischungen, welchen gemeinsam ist, dass sie die Feuchtigkeit (Schweiß) zwar von der Haut ableiten, aber diese dann nicht speichern (dies ist zum Beispiel bei Baumwolle der Fall). Kunstfaserwäsche verteilt die abgegebene Feuchtigkeit auf eine größere Fläche, sodass diese wesentlich schneller verdunsten kann. Aufgrund dieser Eigenschaft kommt es kaum zu einer Auskühlung des Körpers durch Verdunstungskälte. Somit wird Energie gespart und die Leistungsfähigkeitdes Körpers bleibt erhalten. Jede Funktionswäsche ist antibakteriell ausgestattet und hat meistens Flachnähte, um unangenehmes Scheuern auf der Haut zu verhindern.

2. Isolationsschicht (2. Schicht)
Auch bei der zweiten Schicht kommen wieder Kunstfasergewebe zum Einsatz. Am häufigsten wird als Zwischenschicht mit guter Isolationsfähigkeit noch immer Fleece genutzt. Fleece wird in verschiedensten Formen und Varianten verarbeitet und ist somit für die unterschiedlichsten Ansprüche einsetzbar.
Die Vorteile sind ähnlich der Funktionswäsche: schnelles Trocknen, geringes Gewicht, Isolation auch noch im feuchten Zustand, kuschelig weich, sehr pflegeleicht und robust.

Es existieren noch weitere “Sonderformen” wie zum Beispiel dehnbares Fleece (Stretch), wasserabweisend behandeltes Fleece mit extra eingearbeiteter Ausrüstung (DWR: Durable Water Repellency) und bipolares Fleece bei dem die Innen- und die Außenseite unterschiedlich verarbeitet sind (innen flauschig weich, außen dichter und fester). Bekanntester Hersteller ist Malden Mills mit seinem Polartec®-Fleece. Es gibt aber inzwischen auch verschiedene andere hochwertige Fabrikate wie z.B. unser Polarlite®. Anhand des Polartec® Systems von Malden lassen sich Fleecematerialien recht anschaulich einteilen. Es gibt 100er (auch als Microfleece bezeichnet), 200er und 300er Fleece. Hierbei bezieht sich die Zahl jeweils auf das Gewicht pro m². Alternativen im Bereich der Isolationsschicht sind mit Daunen oder Kunstfasern gefüllte Bekleidungsstücke, welche häufig in der Lage sind, sehr viel warme Luft zu speichern, aber oftmals auch etwas dicker auftragen und für viele Zwecke eventuell schon zu warm sein können.

 

3. Wind- und Wetterschutz (3. und 4. Schicht)
Diese Schicht stellt die äußerste und damit dem Wetter am meisten ausgesetzte Bekleidungsschicht des Zwiebelprinzips dar. Auch innerhalb der Produkte dieser Schicht gibt es die verschiedensten Ausführungen. Je nach Art der Nutzung kommen hier winddichte und/oder wasserdichte Materialien zum Einsatz:

A. Im Bereich der winddichten Bekleidung findet man häufig den Windstopper® der Firma Gore oder vergleichbare Produkte z.B. Power Shield® von Malden Mills. Diese Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu 100% winddicht sind und somit ein schnelles Auskühlen des Körpers durch ein Zerstören der warmen Luftschicht (“Windchilleffekt”) verhindern. Weitere positive Eigenschaften der winddichten Materialien kann die stark wasserabweisende Wirkung (wasserabweisend, aber nicht zu 100% wasserdicht!) sein (=Softshell), die relativ hohe Atmungsaktivität, das angenehme oftmals weiche Tragegefühl sowie die Vielseitigkeit der Anwendung.

B. Daneben gibt es noch wasserdichte Kleidung. Ein Bekleidungsstück welches wasserdicht sein soll, muss natürlich auch an den Nähten dicht sein. Hierzu werden die Nähte alle mit einem Nahtband von innen versiegelt. Grundsätzlich gilt es, im Bereich der wasserdichten Materialien zwischen “atmungsaktiven” und nicht “atmungsaktiven” Materialien (z.B. Raintec) zu unterscheiden.
Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass der Begriff “atmungsaktiv” eigentlich so nicht richtig ist. Richtig ist: “wasserdampfdurchlässig”! Die Wasserdampfdurchlässigkeit beruht auf der Struktur der Membranen oder Beschichtungen. Dampfdurchlässige Membranen und Beschichtungen haben Poren bzw. sind mikroporös. Diese Poren sind so groß, dass Wasserdampf entweichen kann, Wassertropfen auf der Außenseite aber nicht eindringen können.
Um die Dampfdurchlässigkeit zu gewährleisten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Innerhalb der Bekleidung muss eine höhere Temperatur herrschen, als außerhalb der Kleidung, weil ein höherer Druck nötig ist. Es kann also unter Umständen auch dazu kommen, dass auch eine hochwertige GORE-TEX®-Membrane nicht “funktioniert” (Das feucht-warme Klima in den Tropen ist ein solches Beispiel).
Aber auch unter optimalen Bedingungen ist die “Atmungsaktivität” eingeschränkt. Zur Zeit erreichte Höchstwerte sind ca. 200 bis 300 Gramm Dampf pro Stunde pro m². Bei vielen Aktivitäten wird jedoch mehr Schweiß produziert, so schwitzt man zum Beispiel beim Wandern, Radfahren oder Skifahren bis zu zwei Liter pro Stunde. Um auch unter diesen Umständen ein angenehmes Klima zu erhalten, werden Funktionswäsche und ebenfalls funktionelle Zwischenschichten benötigt.
Zur Zeit gibt es Bemühungen, einen einheitlichen Wert für die Dampfdurchlässigkeit eines Materials zu erhalten. Der RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) misst den Widerstand eines Materials am fertigen Bekleidungsstück! (nicht nur an der Membran) für den Dampfdurchgang. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Dampfdurchlässigkeit zu unterstützen, wie Unterarmreißverschlüsse oder Taschenbelüftungen.