Skiwandern mit Husky und Pulka: geführte Ski-Wanderung von Hütte zu Hütte entlang des Kungsleden für erfahrene Ski-Wanderer
  
Skiwandern mit Husky und Pulka: geführte Ski-Wanderung von Hütte zu Hütte entlang des Kungsleden für erfahrene Ski-Wanderer
  
Skiwandern mit Husky und Pulka: geführte Ski-Wanderung von Hütte zu Hütte entlang des Kungsleden für erfahrene Ski-Wanderer
  
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Kungsleden - Hütten-Skitrekking mit Huskies

8-tägige Ski-Trekkingtour - Wandern und Skilaufen auf dem Kungsleden in Schwedisch-Lappland

Der Kungsleden ist einer der bekanntesten Wanderwege Schwedens. Er ist mehr als 500 km lang und verläuft von Abisko bis Hemavan. Auf dieser Ski-Trekkingtour in Schwedisch-Lappland befahren Sie die 100 schönsten Kilometer des Kungsleden von Abisko nach Nikkaluokta. Huskies begleiten Sie auf der Tour. Sie ziehen die Pulkas mit einem Großteil des Gepäcks. Einige der Skiläufer sind mit dem Hund, der die Pulka zieht verbunden. Eine besondere Erfahrung ist nicht nur das Skiwandern von Hütte zu Hütte, sondern auch das Zusammenspiel von Mensch und Tier, wie es in Lappland seit jeher Tradition ist.

 

Auf Tagesetappen zwischen 12 und 20 km wandern Sie auf Langlaufskiern durch eine unberührte, weiße Natur und ziehen beim Skilaufen Spuren durch den Schnee. Die Tour führt Sie durch abwechslungsreiche Gebiete, bergauf und bergab, entlang des Kebnekaise. Das weite, fast unberührte Lappland lässt gerade im Winter seinen Zauber spüren: Unberührte, weite Tundra und eindrucksvolle Gebirge, Polarlicht und absolute Stille. Eine traumhafte Region zum Wandern und Skilaufen im hohen Norden erwartet Sie.




Reisebeschreibung

Reiseverlauf

Tag 1: Anreise nach Schwedisch-Lappland
Flug von Deutschland via Stockholm zum Skiwandern nach Nord-Schweden. Nach Ankunft am Flughafen in Kiruna Transfer zum Hotel Camp Ripan in Kiruna. Nach dem Abendessen erhalten Sie von Ihrem Guide nähere Informationen zur Skiwanderung. Übernachtung in Hütten in Kiruna.
Tag 2: Anreise zum Ausgangspunkt der Tour und Beginn der Skiwanderung, ca. 15 km
Frühstück im Hotel. Transfer zum Ausgangspunkt der Skitour in Abisko, wo Sie sich auf die Tour vorbereiten. Die Pulkas werden bepackt und die Hunde für die Wanderung vorbereitet. Anschließend starten Sie zu Ihrer Trekkingtour im Abisko Nationalpark. Durch hügeliges Gelände, mit einigen Steigungen und leichten Abfahrten, gelangen Sie zum See Abiskojaure. Sie überqueren den zugefrorenen See und erreichen am Südende des Sees die Unterkunft die erste Übernachtung. Die holz-geheizte Hütte ist nach dem gleichnamigen See benannt - Abiskojaure. Nach Ankunft an der Hütte heißt es Wasser und Feuerholz holen und die Hütte für die Nacht vorzubereiten. Vor dem Abendessen kann in der Sauna entspannt werden.
Tag 3: Abiskojaure - Alesjaure, ca. 20 km
Heute steht die längste Etappe der Skiwanderung an. Sie beginnt in leichtem Gelände und führt durch die Wälder der Tundra und in Richtung des Fjälls. Am Fuße des Adnetjarro-Berges bereiten Sie sich und die Hunde für einen kurzen steilen Anstieg vor. Nach diesem anstrengendsten Teil der Etappe führt die Tour nun durch das Tal und entlang von großen Seen. Bereits von Weiten können Sie die Hütten in Alesjaure ausmachen, wie eine Burg liegen sie auf dem Bergrücken. An der Hütte angekommen folgt die abendliche Routine. Auch heute erwartet Sie die Sauna.
Tag 4: Alesjaure - Tjäktja, ca. 13 km
Die heutige Tour beginnt mit der Fahrt durch das Tal Alisviaggi. Hier ist das Gelände hügelig, aber einfach zu bewältigen. Bevor Sie den Anstieg zur nächsten Übernachtungshütte in Angriff nehmen, stärken Sie sich beim Lunch in fantastischer Umgebung. Mit frischen Kräften ist der Anstieg gut zu meistern. Die Nacht verbringen Sie in der Tjäkta-Hütte. 
Tag 5: Tjäktja - Sälka, ca. 12 km
Auf der heutigen Etappe erreichen Sie den höchsten Punkt der Tour. Sie machen sich auf den Weg zum Tjäkta-Pass. Je nach Schneeverhältnissen können Sie die ganze Strecke auf Skiern zurücklegen, ggf. wandern Sie aber auch auf Schneeschuhen zum Pass. Insbesondere die letzten 500m sind sehr steil, hier benötigen auch die Huskies Ihre Hilfe. Oben angekommen, werden Sie mit einer grandiosen Aussicht belohnt, die Sie bei einer Pause genießen. Anschließend führt die Route bergab - zum teil mit Ski, zum Teil ohne Ski. Im Tal angekommen, erwarten Sie die Hütten in Sälka, ebenso wie die Sauna.
Tag 6: Sälka - Singi, ca. 12 km
Die heutige Etappe der Skiwanderung führt Sie durch das Tjäktjatal. Die Strecke ist einfach zu laufen, meist flach. Genießen Sie die Schönheit der umgebenden hohen Berge. Ab und an können Sie auch einen Blick auf den Kebnekaise, Schwedens höchsten Berg, werfen. Bei guten Wetter können Sie eine lange Mittagspause an den Sheltern von Kuopparjokka einlegen. Ihr letzter Übernachtungsort der Skiwanderung ist Singi.
Tag 7: Singi - Nikkaluokta, ca. 13 km
Die letzte Etappe führt Sie in östliche Richtung durch das Tal und zum Pass Laddu. Von hier aus führt der Weg bergab bis Sie die Kebnekaise Fjällstation erreichen. Über einen sehr kurzen sehr steilen Anstieg erreichen Sie die Bergstation. Auf Wunsch kann hier eine Schneemobiltour nach Nikkaluokta (zusätzliche Kosten entstehen, ca. 350 SEK) unternommen werden. Die letzte Teil der Skiwanderung führt dann durch einfaches Gelände nach Nikkaluokta. Hier heißt es auf Wiedersehen zu sagen - zu den lieb gewonnenen Huskies. Es folgt der Transfer zum Hotel Camp Ripan nach Kiruna. Übernachtung in Hütten im Doppelzimmer. 
Tag 8: Rückreise an Kiruna
Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Rückflug ab Kiruna via Stockholm nach Deutschland. Individuelle Heimreise.
* Der Reiseverlauf kann aufgrund von Witterungsbedingungen vor Ort geändert werden oder in Gegenrichtung stattfinden.


Unterkunft und Verpflegung während der Skiwanderung in Schwedisch-Lappland

Sie übernachten auf der Ski-Trekking-Tour in Schwedisch-Lappland in einfachen Mehrbetthütten, zum Teil ohne fließend Wasser und Strom. Jeder Teilnehmer benötigt einen eigenen Schlafsack und eine Isomatte. Teilweise mit steht eine Sauna zur Verfügung (z.T. gegen Gebühr). Die Tour beinhaltet Vollverpflegung. Sie beginnen den Tag mit einem kräftigen Frühstück, das für den Tag stärkt. Unterwegs legen Sie eine Lunch-Pause ein. Den Abend genießen Sie bei einem gemeinsamen Abendessen und einem spannenden Tag auf Langlauf-Ski.
Die Übernachtung im Hotel Camp Ripan in Kiruna verbringen Sie in Hütten mit Doppelzimmern.


Anforderungen der Ski-Trekkingtour

Diese Ski-Trekkingtour in Schwedisch-Lappland ist eine Expedition durch die nördlichste Wildnis Europas. Von den Ureinwohnern wird sie same ätnam - Land der Samen - genannt. Die Skitour verläuft durch landschaftlich abwechslungsreiches Terrain, überwiegend oberhalb der Baumgrenze, durch breite Täler und über Hochplateaus. Das persönliche Gepäck (ca. 7-8 kg) wird in einer Pulka mitgeführt, die von einem Schlittenhund gezogen wird. Zusätzliches Gepäck wird im Tagesrucksack mit Lunch, Thermosflasche und warmer Jacke für die Pausen mitgeführt.
Eine sehr gute körperliche Fitness und sehr gute Langlauf-Kenntnisse, ggf. auch im Wandern von Hütte zu Hütte, sind erforderlich. Durchhaltevermögen und die Überwindung eigener Grenzen sind auf dieser Tour beim Wandern und Skilaufen hilfreich. Ideale Voraussetzungen sind Teamgeist, die Bereitschaft auf Komfort zu verzichten (keine Dusche etc.) und bei anfallenden Arbeiten mitzuhelfen. Die einzelnen Etappen sind zwischen 12 und 20 km lang, für die etwa 4-5 Stunden benötigt werden.
Die Tour kann ausschließlich mit Schuppenski gefahren werden. Stahlkantenski können geliehen werden.


Zubuchbare Leistungen

  • Aufpreis Flug ab Frankfurt oder München: +110 EUR
  • Flug ab anderen Flughäfen: auf Anfrage
  • Verleih Stahlkantenski: +190 EUR
  • Bahnanreise mit RIT zum/vom Flughafen innerhalb Deutschlands
  • Reiseversicherung

Reiseleistungen

An-/Abreise: Flug ab Deutschland nach Kiruna
  • Flug von Hamburg/Berlin nach Kiruna in N-Klasse, inkl. Steuern und Gebühren
  • atmosfair-Spende für klimabewusstes Fliegen
  • Transfers von und nach Kiruna
  • 2 Übernachtungen in Hüttel inkl. Frühstück im Camp Ripan in Kiruna vor und nach der Tour
  • 5 Übernachtungen in einfachen Mehrbetthütten während der Skiwanderung (z.T. ohne Strom und fließend Wasser)
  • Vollverpflegung während der Skiwanderung
  • geführte Skitour lt. Programm
  • Huskies und Pulka für die Gruppe
  • erfahrener, englisch-sprechender Wildnisführer

Reisezeit und Preise

TerminePreise 
10.03.2018 - 17.03.20182420 EURJetzt buchen

Teilnehmer: min. 6 max. 8 Personen

Veranstalter: Club Aktiv

maps

Reise Informationen

Ausrüstung im Überblick
Die nachfolgende Liste soll Ihnen einen ersten Überblick über die benötigte Skiausrüstung für diese Skiwanderung geben:
  • Rucksack mit Regenhülle
  • sehr warmer Schlafsack bis – 15°
  • warme Isoliermatte
  • ev. warme Sitzunterlage
  • warme Jacke (Daunen)/gefütterte Überhose/Tourenhose
  • zusätzlicher Fleecepullover/Fleecehose
  • Sturmhaube/Fleecemütze/Fingerlinge/Fausthandschuhe
  • lange Unterwäsche (thermo)/dicke Socken
  • Funktionsjacke/Regenhose
  • Wanderhemd/T-Shirts
  • Trekkinghose
  • Unterwäsche/Socken
  • Trekking-Langlaufski und entsprechende Schuhe
  • Gamaschen/gefütterte Stiefel
  • Stirnlampe/Trinkflasche/-system/Thermosflasche
  • Toilettenartikel/Sonnenschutzmittel/Sonnenbrille/Mückenmittel
  • Handtuch /Pers. Medikamente
  • Kompass/Sackmesser/Thermosflasche
  • Bargeld in Landeswährung/Impfpass/Tickets/Pass oder Identitätskarte
  • Zündhölzer/Feuerzeug
  • Fotoapparat/Filme/Ersatzbatterien
Die Zusammenstellung der Ausrüstung für diese Kombination aus Wandern und Skilaufen sollte nach dem Zwiebelschalen-System erfolgen. So lässt sich am besten das Gewicht reduzieren. Das Motto für die Packliste sollte sein: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig". Eine ausführliche Packliste erhalten Sie mit den Reiseunterlagen.

Weitere Informationen

Zwiebelprinzip - Tipps und Details zur Kleidung

DAS ZWIEBELPRINZIP BEI DER BEKLEIDUNG

In Skandinavien gibt es noch richtigen Winter. Gerade im Norden sind Temperaturen von bis zu -20°C nicht selten. Da der Spaß und Komfort bei der Reise auch von der richtigen Bekleidung und Temperatur abhängt, sollte man sich vor Reisebeginn einige Gedanken zur richtigen Ausrüstung machen.

Da die Außentemperatur ständig wechselt und der Mensch je nach Aktivitätsgrad mehr oder weniger Wärme produziert, gibt es das perfekte Kleidungsstück leider nicht. Aus diesem Grund ist das sogenannte Zwiebelprinzip, d.h. das Tragen von mehreren Schichten, nach wie vor am besten geeignet für einen angenehmen Komfort. Beim Zwiebelprinzip gilt: lieber viele dünne Schichten, als wenige dicke. Als Grundmodell, das aber natürlich an die entsprechenden Touren-Bedingungen angepasst werden muss, kann folgende Schichten-Abfolge empfohlen werden:

 

1. Schicht
Unterwäsche und Shirts, direkt auf der Haut getragen, aus Microfaser z.B. Polyamide, Polyester oder Naturfaser z.B. Wolle, lang oder kurz oder beides übereinander. Dünne Kunstfasersocken helfen auch, Blasenbildung zu verhindern.

2. Schicht
- Leichte Fleece-Bekleidung, z. B. als Zippulli, Jacke z.B. Polarlite® micro oder thermic oder Hemd z.B. Polarlite®  oder Polartec® Classic 100
- Warme Fleece-Kleidung als Jacke, Pullover z.B. Polarlite® classic oder Polartec® Classic 300

3. Schicht

Windabweisende, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. Salewa Softshells aus Stormwall, Polartec® Power-shield® oder Polartec® Wind Pro. Diese ersetzen bei trockenem Wetter die 4.Schicht.
4. Schicht

Wasser- und winddichte, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. GORE-TEX® oder POWERTEX® Entsprechend den herrschenden Außenbedingungen lassen sich die einzelnen Schichten natürlich auch einzeln tragen. Abgedeckte Reißverschlüsse an den Hosenbeinen sind hilfreich zum einfachen An- und Ausziehen.
Daunenjacken funktionieren hervorragend bei trockener Kälte als Wärmeisolierung, aber wenn man sich viel bewegt sind diese oft zu warm. Sie sind eher geeignet für die Pausen oder für’s Campieren z.B. um sich nachts zusätzlich zum Schlafsack warm zu halten.

 

Wichtig: Handschuhe, Kopfbedeckung, Stirnband und Mütze nicht vergessen!

Bei Hundeschlittentouren gibt es Wärmeoveralls, die sich aber schlecht regulieren lassen. So kommen die Musher ins Schwitzen, wenn es mal anstrengender wird, haben aber keine Möglichkeit, sich des Overalls zu entledigen. Also besser: Zwiebelschalen-Prinzip!

  

Tipp zum Packen:
Nur so wenig mitnehmen wie möglich, aber soviel wie nötig. Profis machen eine Packliste und gehen sie nach der Tour durch. Dadurch lässt sich mit der Zeit die Ausrüstung minimieren, ohne auf Komfort zu verzichten!

 

Das Zwiebelprinzip beinhaltet je nach Einsatz verschiedene, aufeinander abgestimmte Bekleidungsschichten mit verschiedenen Aufgaben. Ziel ist es, bei jedem Wetter ein angenehmes Klima für den Körper zu erhalten, um somit die eigene Leistungsfähigkeit zu bewahren und das Wohlbefinden zu gewährleisten.

 

 

1. Funktionswäsche (1. Schicht)
Die erste Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird, ist die Funktionsunterwäsche. Diese besteht oft aus verschiedensten Kunstfasergeweben, bzw. Gewebemischungen, welchen gemeinsam ist, dass sie die Feuchtigkeit (Schweiß) zwar von der Haut ableiten, aber diese dann nicht speichern (dies ist zum Beispiel bei Baumwolle der Fall). Kunstfaserwäsche verteilt die abgegebene Feuchtigkeit auf eine größere Fläche, sodass diese wesentlich schneller verdunsten kann. Aufgrund dieser Eigenschaft kommt es kaum zu einer Auskühlung des Körpers durch Verdunstungskälte. Somit wird Energie gespart und die Leistungsfähigkeitdes Körpers bleibt erhalten. Jede Funktionswäsche ist antibakteriell ausgestattet und hat meistens Flachnähte, um unangenehmes Scheuern auf der Haut zu verhindern.

2. Isolationsschicht (2. Schicht)
Auch bei der zweiten Schicht kommen wieder Kunstfasergewebe zum Einsatz. Am häufigsten wird als Zwischenschicht mit guter Isolationsfähigkeit noch immer Fleece genutzt. Fleece wird in verschiedensten Formen und Varianten verarbeitet und ist somit für die unterschiedlichsten Ansprüche einsetzbar.
Die Vorteile sind ähnlich der Funktionswäsche: schnelles Trocknen, geringes Gewicht, Isolation auch noch im feuchten Zustand, kuschelig weich, sehr pflegeleicht und robust.

Es existieren noch weitere “Sonderformen” wie zum Beispiel dehnbares Fleece (Stretch), wasserabweisend behandeltes Fleece mit extra eingearbeiteter Ausrüstung (DWR: Durable Water Repellency) und bipolares Fleece bei dem die Innen- und die Außenseite unterschiedlich verarbeitet sind (innen flauschig weich, außen dichter und fester). Bekanntester Hersteller ist Malden Mills mit seinem Polartec®-Fleece. Es gibt aber inzwischen auch verschiedene andere hochwertige Fabrikate wie z.B. unser Polarlite®. Anhand des Polartec® Systems von Malden lassen sich Fleecematerialien recht anschaulich einteilen. Es gibt 100er (auch als Microfleece bezeichnet), 200er und 300er Fleece. Hierbei bezieht sich die Zahl jeweils auf das Gewicht pro m². Alternativen im Bereich der Isolationsschicht sind mit Daunen oder Kunstfasern gefüllte Bekleidungsstücke, welche häufig in der Lage sind, sehr viel warme Luft zu speichern, aber oftmals auch etwas dicker auftragen und für viele Zwecke eventuell schon zu warm sein können.

 

3. Wind- und Wetterschutz (3. und 4. Schicht)
Diese Schicht stellt die äußerste und damit dem Wetter am meisten ausgesetzte Bekleidungsschicht des Zwiebelprinzips dar. Auch innerhalb der Produkte dieser Schicht gibt es die verschiedensten Ausführungen. Je nach Art der Nutzung kommen hier winddichte und/oder wasserdichte Materialien zum Einsatz:

A. Im Bereich der winddichten Bekleidung findet man häufig den Windstopper® der Firma Gore oder vergleichbare Produkte z.B. Power Shield® von Malden Mills. Diese Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu 100% winddicht sind und somit ein schnelles Auskühlen des Körpers durch ein Zerstören der warmen Luftschicht (“Windchilleffekt”) verhindern. Weitere positive Eigenschaften der winddichten Materialien kann die stark wasserabweisende Wirkung (wasserabweisend, aber nicht zu 100% wasserdicht!) sein (=Softshell), die relativ hohe Atmungsaktivität, das angenehme oftmals weiche Tragegefühl sowie die Vielseitigkeit der Anwendung.

B. Daneben gibt es noch wasserdichte Kleidung. Ein Bekleidungsstück welches wasserdicht sein soll, muss natürlich auch an den Nähten dicht sein. Hierzu werden die Nähte alle mit einem Nahtband von innen versiegelt. Grundsätzlich gilt es, im Bereich der wasserdichten Materialien zwischen “atmungsaktiven” und nicht “atmungsaktiven” Materialien (z.B. Raintec) zu unterscheiden.
Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass der Begriff “atmungsaktiv” eigentlich so nicht richtig ist. Richtig ist: “wasserdampfdurchlässig”! Die Wasserdampfdurchlässigkeit beruht auf der Struktur der Membranen oder Beschichtungen. Dampfdurchlässige Membranen und Beschichtungen haben Poren bzw. sind mikroporös. Diese Poren sind so groß, dass Wasserdampf entweichen kann, Wassertropfen auf der Außenseite aber nicht eindringen können.
Um die Dampfdurchlässigkeit zu gewährleisten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Innerhalb der Bekleidung muss eine höhere Temperatur herrschen, als außerhalb der Kleidung, weil ein höherer Druck nötig ist. Es kann also unter Umständen auch dazu kommen, dass auch eine hochwertige GORE-TEX®-Membrane nicht “funktioniert” (Das feucht-warme Klima in den Tropen ist ein solches Beispiel).
Aber auch unter optimalen Bedingungen ist die “Atmungsaktivität” eingeschränkt. Zur Zeit erreichte Höchstwerte sind ca. 200 bis 300 Gramm Dampf pro Stunde pro m². Bei vielen Aktivitäten wird jedoch mehr Schweiß produziert, so schwitzt man zum Beispiel beim Wandern, Radfahren oder Skifahren bis zu zwei Liter pro Stunde. Um auch unter diesen Umständen ein angenehmes Klima zu erhalten, werden Funktionswäsche und ebenfalls funktionelle Zwischenschichten benötigt.
Zur Zeit gibt es Bemühungen, einen einheitlichen Wert für die Dampfdurchlässigkeit eines Materials zu erhalten. Der RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) misst den Widerstand eines Materials am fertigen Bekleidungsstück! (nicht nur an der Membran) für den Dampfdurchgang. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Dampfdurchlässigkeit zu unterstützen, wie Unterarmreißverschlüsse oder Taschenbelüftungen.

Fakten Schweden

Fläche: 450.000 km²
Einwohner: 9,6 Mio.
Hauptstadt: Stockholm, 868.000 Einwohner
Staatsform: Parlamentarische Monarchie. Der König (zur Zeit Carl XVI. Gustav) hat nur repräsentative und zeremonielle Aufgaben. Die politische Macht haben der Reichstag und der Staatsminister. Mit einem Sitzanteil von 40% ist der schwedische Reichstag das Parlament mit der weltweit höchsten Frauenquote.

Einreisebestimmungen
Für Staatsangehörige aus Deutschland und Österreich genügt zur Einreise nach Schweden ein gültiger Personalausweis. Wenn Sie eine andere Staatsangehörigkeit haben, erkundigen Sie sich bitte bei der schwedischen Botschaft in Berlin nach den genauen Einreisebestimmungen.

Geld & Geldwechsel
Da Schweden der Europäischen Gemeinschaft angehört, aber noch nicht den Euro akzeptiert, sollten Sie während der Anreise Geld tauschen (dies ist oft auf der Fähre möglich). Ansonsten ist es meist am günstigsten in Schweden Geld am Bankautomaten abzuheben. Die schwedische Währung ist die schwedische Krone (SEK).
1 Krone = 100 Öre.
Beim Einkaufen wird der Betrag meist zu einem glatten Betrag auf- oder abgerundet.
Zur Zeit gilt folgender Umtauschkurs (Stand März 2014):
1 Euro = ca. 8,9 SEK
100 SEK = 11,20 EUR
In Skandinavien sind Kreditkarten weit verbreitet, fast überall werden American Express, Mastercard/ Eurocard & Visa akzeptiert.

Klima
Das Klima in Schweden ist bemerkenswert angenehm, da es zum Teil sehr positiv vom Golfstrom beeinflusst wird. Sogar in Höhe des Polarkreises kann es aufgrund der langen und intensiven Sonneneinstrahlung ausgesprochen warm werden. In Höhe Luleå, am Bottnischen Meer hat sich an der Küste für Badefreunde sogar der Name "schwedische Riviera" niedergelassen. Von Ende Mai bis Mitte Juli geht die Sonne nördlich des Polarkreises nicht unter. Dies ist auch in den südlichen Teilen des Landes während der Sommermonate deutlich zu sehen.

Reiseführer & Bildbände
Baedeker: Schweden Reiseführer
Mairs Geographischer Verlag: Schweden
Michelin: Skandinavia, Schweden
Polyglott: Schweden Apa Guide

Sprache
Neben der schwedischen Landessprache ist die deutsche Sprache oftmals auch bekannt, sodass Sie sich auch in Deutsch verständigen können. Die englische Sprache wird überall verstanden.

Zeit
In Schweden gilt die Mitteleuropäische Zeit, d.h. es gibt keine Zeitverschiebung.

Zollvorschriften
Reisenden aus EU-Ländern ist die Einfuhr besteuerter Waren für den eigenen Bedarf oder zu Weitergabe als Geschenk in unbegrenzter Menge erlaubt mit Ausnahme von Alkohol- und Tabakwaren. Seit dem 01. Januar 2003 gelten neue Zollbestimmungen bei der Einreise nach Schweden: Alkohol: Von Reisenden, die das 20. Lebensjahr vollendet haben: 5 Liter Spirituosen (über 22 Vol %) und 6 Liter Starkwein (über 15 Vol %) sowie 52 Liter Wein und 64 Liter Bier (über 3,5 Vol %)Tabakwaren: Von Reisenden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben: 400 Zigaretten oder 200 Zigarillos oder 100 Zigarren oder 550 gr. RauchtabakWeiterhin genehmigungspflichtig ist die Einfuhr von Waffen und Munition. Auch für die Einfuhr von Haustieren gelten besondere Bestimmungen.

Ski- und Schneeschuhwandern

Abenteuer erleben
Wanderungen im Winter sind ein besonderes Erlebnis: Weitab der Zivilisation, Eintauchen in die Natur und Elemente, körperliche Herausforderung. Ihr Erfolg ist abhängig vom Wetter, einer soliden Ausrüstung und dem Teamgeist der Gruppe. Etwas Vorbereitung, hier und da helfend Hand anlegen, sich Einlassen auf die Situation (und das Beste daraus machen) sind der Schlüssel für erlebnisreiche Touren. Eine Gewähr, dass jede Tour wie in den Ausschreibungen beschrieben stattfindet, übernehmen wir im Interesse der Sicherheit der Teilnehmer nicht.

Für wen sind Schneeschuh- und Skitouren geeignet?
Schneeschuhwandern ist in erster Linie für AnfängerInnen und Leute, die gern gemütlich die wundervolle Landschaft im Norden genießen wollen. Sie setzen keine besondere körperliche Kondition voraus, allerdings erhöht körperliche Fitness auch hier den Spaß.
Skiwanderungen/Schneeschuhwanderungen von Hütte zu Hütte richten sich an Personen, die Langlauferfahrung haben und neue Erlebnisse abseits der Loipen suchen. Wobei es auch hier unterschiedliche Schwierigkeitsstufen gibt. Langlauferfahrung heißt: dahingleiten können und auf Abfahrten sicher stehen.
Die Touren mit Expeditionscharakter finden Sie in auf dem Kungsleden und in Hüttenwandern mit Huskies. Touren mit Ski und Pulka, die auf dieser Wanderung von Hunden gezogen wird, führen durch den bezaubernd rauhen Winter. Diese Touren erfordern eine gute Portion Abenteuerlust, Teamgeist und Kondition.

Was muss ich für die Touren mitbringen
Hier eine erste Übersicht der wichtigsten persönlichen Ausrüstung. Eine ausführliche Ausrüstungsliste ist den Reiseinformationen beigefügt.

  •       Winddichter Anorak mit Kapuze
  •       Mütze und Schal
  •       Fausthandschuhe/winddichte Überhandschuhe
  •       dünnere Pullover
  •       Wollsocken
  •       winddichte Überhose, Jogginghose
  •       Rucksack, bruchfeste Thermosflasche, Brotdose
  •       ausreichenden Sonnenschutz

 Nur für Übernachtungstouren:

  •       Stahlkantenskier, Lederskischuhe
  •       Schlafsack (bis -5°C)
  •       Schlafmatte
  •       Rucksack, ca. 60l

Weitere Informationen: hier klicken