7-tägige Wanderung mit Schneeschuhen in Finnland mit Gepäcktransport und Übernachtung in gemütlichen Blockhütten mit Sauna
  
7-tägige Wanderung mit Schneeschuhen in Finnland mit Gepäcktransport und Übernachtung in gemütlichen Blockhütten mit Sauna
  
7-tägige Wanderung mit Schneeschuhen in Finnland mit Gepäcktransport und Übernachtung in gemütlichen Blockhütten mit Sauna
  
7-tägige Wanderung mit Schneeschuhen in Finnland mit Gepäcktransport und Übernachtung in gemütlichen Blockhütten mit Sauna
  
7-tägige Wanderung mit Schneeschuhen in Finnland mit Gepäcktransport und Übernachtung in gemütlichen Blockhütten mit Sauna
  

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Schneeschuhwanderung in Finnland

7-tägige Schneeschuhtour "Off the trails" in der Region Kainuu

Auf dieser Schneeschuhwanderung von Hütte zu Hütte werden Sie die Region Wild Taiga im Osten Finnlands erkunden. Dieses abgeschiedene Gebiet ist der perfekte Ort, um einen Winterurlaub auf Schneeschuhen zu genießen. Die Route führt größtenteils durch das Hossa Wandergebiet mit schneeweißen Wäldern, entlang verschneiter Bergrücken und über zugefrorene Seen. Am Abend erwarten Sie gemütliche Hütten und natürlich die heiße Sauna.




Reisebeschreibung

Reiseverlauf*

Tag 1: Anreise nach Finnland
Individuelle Anreise zum Flughafen. Flug via Helsinki nach Ost-Finnland. Ankunft am Flughafen von Kuusamo, wo Sie Ihren Guide treffen werden. Transfer (ca. 1 Stunde) nach Jatkonsalmi, wo Sie die ersten drei Nächte Ihres Winterurlaubs verbringen werden. Unterbringung und Abendessen.
Tag 2: Einweisung ins Schneeschuhwandern und erster Ausflug (ca. 7 km)
Nach einer kurzen Einweisung in die Technik des Schneeschuhwanderns ist es Zeit, zum ersten Tagesausflug aufzubrechen, Sie erkunden das Gebiet an der russischen Grenze. Mit den Schneeschuhen wandern Sie die ersten Kilometer durch eine schmale Schlucht und danach meistens über Seen bis zur russischen Grenzzone. Sie folgen dem Grenzbereich mit einiger Distanz einige Kilometer südwärts, da dessen Betreten strengstens verboten ist. Bevor es dunkel wird, werden Sie zum Ausgangspunkt der Schneeschuhwanderung zurückkehren.
Tag 3: Felsenmalerei und Geschichte (ca. 7 km)
Heute ist es Zeit für einen Blick in die Geschichte. Mit dem Auto fahren Sie zunächst zum Ausgangspunkt für die Schneeschuhwanderung. Ihr Ziel ist der „Farbfelsen“. Die Felsenmalereien, die Sie dort bestaunen können, sind bis zu 4000 Jahre alt. Das Mittagessen wird in einer Kota (lappländisches Tipi) eingenommen. Der Kaffee wird über offenem Feuer gekocht und dazu gibt es belegte Butterbrote. Am Nachmittag kehren Sie zur gemütlichen Blockhütte zurück. Nach langem Schneeschuhwandern in der Kälte ist es schön, sich in der holzbeheizten Sauna am Seeufer zu entspannen und aufzuwärmen.
Tag 4: Verschneite Wälder und zugefrorene Seen (ca. 7 km)
Die heutige Schneeschuhtour führt Sie entlang eines Bergrückens zwischen zwei zugefrorenen Seen durch den wunderschön verschneiten Kiefern-, Fichten- und Birkenwald. Es ist wahrscheinlicher, dass Sie auf Rentiere treffen als auf Menschen. Nach etwa 7 km auf Schneeschuhen werden Sie das nördliche Ufer des Sees Iso-Valkeinen und die Hütten erreichen, in denen Sie die Nacht verbringen.
Tag 5: Wildtiere und Stromschnellen (ca. 8 km)
Nach dem Frühstück legen Sie erneut die Schneeschuhe an und wandern entlang von Bergrücken und Seen. Der umliegende Wald bietet Lebensraum für viele Tiere wie Elche, Wölfe, Luchse und Hasen, die oft scheu und wahre Meister der Tarnung sind. Mit etwas Glück sehen Sie doch den ein oder anderen Waldbewohner. Auf halber Strecke werden Sie am Lagerfeuer an einer Schutzhütte zu Mittag essen. Diese liegt bei einer Stromschnelle. Am Nachmittag erreichen Sie den Housiusjärvi-See, wo Sie ein letztes Mal in Blockhäusern übernachten. Die Iikoski-Stromschnelle ist nur 200m entfernt.
Tag 6: Hossa-Besucherzentrum (ca. 5 km)
Der letzte Tag der Schneeschuhwanderung bringt Sie zurück zum Ausgangspunkt. Dem Bergrücken folgend werden Sie zunächst das Hossa-Besucherzentrum erreichen, wo Sie sich die Ausstellung zur Geschichte und Gegenwart dieses Gebietes anschauen. Die Schneeschuhwanderung wird mit der Ankunft am Blockhaus enden. Am Abend werden Sie noch die Hossa-Rentierfarm besuchen, wo Sie diese halbwilden Tiere Nordfinnlands besser kennen lernen. Das köstliche Abendessen wird auf der Farm genossen.
Tag 7: Abreise
Nach dem Frühstück werden Sie zum Flughafen in Kuusamo gebracht. Rückflug via Helsinki nach Deutschland.
* Der Tourenverlauf kann sich kurzfristig vor Ort aufgrund der Witterungsverhältnisse ändern! Je nach Flugverbindung kann eine Zwischenübernachtung in Helsinki erforderlich sein.

Unterkunft und Verpflegung

Die ersten drei Übernachtungen der Reise verbringen Sie in Blockhäusern in Jatkonsalmi, mitten im Wald des Hossa Wandergebiets. Hier übernachten Sie auch nach Ende der Schneeschuhtour noch einmal. Sie schlafen in Zimmern mit 2-4 Personen. An den anderen Tagen übernachten Sie in Blockhäusern in Schlafsaal. Bettwäsche für die Übernachtungen ist vorhanden. Alle Hütten haben – selbstverständlich – eine Sauna, in der Sie abends nach der Wanderung ausspannen können.
Das rustikale Frühstück bringt Sie richtig in Schwung. Tagsüber ein guter Lunch im Freien und abends ein wohlverdientes, üppiges Abendessen mit Spezialitäten aus Finnland und der Provinz Karelien.

Landschaft/Anforderungen

Kainuu gilt als Geburtsstätte des finnischen Nationalepos - der Kalevala. Die natürlich gewachsene Kalevala-Tradition kommt überall zum Ausdruck: Hier ist die Natur eine Herzenssache. Sie ist die Quelle der Erholung und pures Erleben. In Kainuus Landschaften dominieren Wälder, Seen, Berge und Moore, die im Winter vom Schnee verzaubert werden.
Die täglichen Schneeschuhtouren von ca. 6 Stunden werden meist im tiefen Pulverschnee gewandert. Das Gelände ist unterschiedlich und mit vielen kurzen An- und Abstiegen. Die Schwierigkeitsstufe dieser Schneeschuhtour ist einfach bis mittelmäßig. Im Februar und März ist der Schnee in der Regel  ca. 60-70 cm tief. Bei weichem Schnee ist das Laufen auf Schneeschuhen schwieriger, als auf fest gefrorenem Schnee. Je nach dem variiert die Dauer der einzelnen Etappen. Erfahrungen im Schneeschuhwandern sind nicht erforderlich, gute körperliche Verfassung ist dennoch erwünscht. Das Gepäck wird von Hüte zu Hütte transportiert, sodass Sie mit leichtem Gepäck wandern.

Zubuchbare Leistungen

(Preise pro Person)
  • Aufpreis Flug ab München: +50 EUR
  • Flug ab anderem Flughafen: auf Anfrage
  • Verleih von Schneeschuhen und Wanderstöcken (bitte im Voraus mieten): +45 EUR
  • Verleih von Sorel Winterstiefeln: +20 EUR
  • Bahnfahrt mit RIT zum Flughafen innerhalb Deutschlands
  • Reiseversicherung

Reiseleistungen

An-/ Abreise: Flug von Deutschland nach Finnland
  • Linienflug mit Finnair in N-Klasse von Berlin/Düsseldorf/Hamburg/Frankfurt nach Kuusamo und zurück, inkl. Steuern
  • atmosfair-Spende für klimabewusstes Fliegen
  • Alle notwendigen Transfers vor Ort
  • 6 Übernachtungen in festen Unterkünften, Mehrbett-Zimmer, inkl. Bettwäsche
  • 6x Vollpension
  • Gepäcktransport während der Schneeschuhtour
  • Sauna am Abend
  • Erfahrene (englisch sprechende) finnische Reiseleitung

Reisezeit und Preise

TerminePreise 
20.01.2018 - 26.01.20181450 EURJetzt buchen
27.01.2018 - 02.02.20181450 EURJetzt buchen
03.02.2018 - 09.02.20181450 EURJetzt buchen
10.02.2018 - 16.02.20181450 EURJetzt buchen
17.02.2018 - 23.02.20181450 EURJetzt buchen
24.02.2018 - 02.03.20181450 EURJetzt buchen
03.03.2018 - 09.03.20181450 EURJetzt buchen
10.03.2018 - 16.03.20181450 EURJetzt buchen

Teilnehmer: min. 1 max. 13 Personen

Veranstalter: Club Aktiv

maps

Reise Informationen

Bekleidungsempfehlung für die Schneeschuhwanderung

Speziell für das Schneeschuhwandern sollten Sie die richtige Ausrüstung wählen. Diese sollte so zusammengestellt sein, dass Sie mehrere dünne Schichten übereinander ziehen, die bei Bedarf ausgezogen werden können (Zwiebelprinzip). Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick, was auf jeden Fall ins Reisegepäck gehört:
  • winddichter Anorak mit Kapuze
  • 2 dünnere Pullover bzw. Thermounterwäsche
  • 1-2 Woll- oder Fleecepullover
  • Kopfbedeckung
  • wasserdichte Überhose
  • Wanderschuhe
  • Gamaschen
  • Tagesrucksack
  • bruchfeste Thermosflasche
  • Rettungsdecke
Auch das gehört dazu:
  • Hausschuhe
  • evtl. Spiele
  • Verbandspäckchen und persönliche Medikamente

Wetter und Temperaturen
Die Schneeschuhtouren finden im Februar und März statt. In dieser Zeit ist es schon spürbar heller, als früher im Winter. Anfang Februar gibt es etwa 9 Stunden Tageslicht (von 8 Uhr bis 17 Uhr). Anfang März sind es bereits 12 Stunden.
Die Temperaturen liegen zwischen -5 °C und -20 °C. Dennoch sind auch Plus-Grade möglich sowie kalten Nächte mit bis zu -35 °C. Aber gerade wenn die Nächte kalt sind, wird es morgens sehr schnell wärmer.

Weitere Informationen

Fakten Finnland

Fläche: 338.432 km²
Einwohner: 5,4 Mio.
Hauptstadt: Helsinki, 604.380 Einwohner
Staatsform: Parlamentarische Republik. Der Präsident wird für 6 Jahre gewählt. Reichstag mit einer Kammer, 200 für je vier Jahre gewählte Abgeordnete.

Einreisebestimmungen
Für Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz genügt zur Einreise nach Finnland ein gültiger Personalausweis. Wenn Sie eine andere Staatsangehörigkeit haben, erkundigen Sie sich bei der finnischen Botschaft in Berlin nach den genauen Einreisebestimmungen.

Geldwechsel, Zahlungsmittel
Finnland war das erste Land Europas, dass den Euro eingeführt hat (hier gehen ja die Uhren eine Stunde vor). Gängige Kreditkarten werden meist akzeptiert.

Klima
Das Klima in Finnland kann man als kühl aber beständig bezeichnen.
Im Winter sind Temperaturen bis -30°C möglich, aber eher selten. Nachtfrost gibt es teilweise bis in den Sommer hinein. Während dieser Zeit sind Durchschnittstemperaturen bis 20°C zu erwarten, wobei auch die Wassertemperaturen aufgrund geringer Wassertiefen bis auf diese Werte klettern können. Die Monate Mai und Juni gelten als sehr trocken, während August und September am meisten Regen bringen.
Im Sommer (Ende Mai bis Mitte September) herrscht eine Durchschnittstemperatur von 13 bis17 °C.
Zuverlässige Wettervorhersagen finden Sie unter: fmi.fi

Reiseführer und Bildbände
Reise durch Finnland (Max Galli/Ernst-Otto Luthardt), Bildband
Finnen von Sinnen (Wolfram Eilenberge, Verlag Blanvalet)
Langenscheidts Sprachführer Finnisch
 
Sprache
Finnisch klingt für unsere Ohren fremd. Das Finnische gehört zu den finno-ugrischen Sprachen, welche eine der beiden Unterfamilien des Uralischen darstellen und ist daher entfernt mit dem Ungarischen und eng mit dem Estnischen verwandt. Die englische Sprache wird aber meist verstanden.
Sprachführer: z. B. Finnisch E-Wörterbuch, Yksi, kaksi, kolmem (Finnisch für Deutschsprachige in zwei Teilen).

Zeit
In Finnland gilt die Osteuropäische Zeit (OEZ), d.h. es gibt von Deutschland aus eine Zeitverschiebung von +1 Stunde.

Zollbestimmungen
Für die Einfuhr von Alkohol und Tabak sind die Bestimmungen seit dem EU-Beitritt deutlich gelockert worden. Allerdings gilt für Alkohol ein Mindestalter von 20 Jahren, Tabak mind. 18 Jahren.
Ausführliche Informationen:  http://www.tulli.fi/en/finnish_customs/publications/index.jsp (Englisch)

Zwiebelprinzip - Tipps und Details zur Kleidung

DAS ZWIEBELPRINZIP BEI DER BEKLEIDUNG

In Skandinavien gibt es noch richtigen Winter. Gerade im Norden sind Temperaturen von bis zu -20°C nicht selten. Da der Spaß und Komfort bei der Reise auch von der richtigen Bekleidung und Temperatur abhängt, sollte man sich vor Reisebeginn einige Gedanken zur richtigen Ausrüstung machen.

Da die Außentemperatur ständig wechselt und der Mensch je nach Aktivitätsgrad mehr oder weniger Wärme produziert, gibt es das perfekte Kleidungsstück leider nicht. Aus diesem Grund ist das sogenannte Zwiebelprinzip, d.h. das Tragen von mehreren Schichten, nach wie vor am besten geeignet für einen angenehmen Komfort. Beim Zwiebelprinzip gilt: lieber viele dünne Schichten, als wenige dicke. Als Grundmodell, das aber natürlich an die entsprechenden Touren-Bedingungen angepasst werden muss, kann folgende Schichten-Abfolge empfohlen werden:

 

1. Schicht
Unterwäsche und Shirts, direkt auf der Haut getragen, aus Microfaser z.B. Polyamide, Polyester oder Naturfaser z.B. Wolle, lang oder kurz oder beides übereinander. Dünne Kunstfasersocken helfen auch, Blasenbildung zu verhindern.

2. Schicht
- Leichte Fleece-Bekleidung, z. B. als Zippulli, Jacke z.B. Polarlite® micro oder thermic oder Hemd z.B. Polarlite®  oder Polartec® Classic 100
- Warme Fleece-Kleidung als Jacke, Pullover z.B. Polarlite® classic oder Polartec® Classic 300

3. Schicht

Windabweisende, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. Salewa Softshells aus Stormwall, Polartec® Power-shield® oder Polartec® Wind Pro. Diese ersetzen bei trockenem Wetter die 4.Schicht.
4. Schicht

Wasser- und winddichte, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. GORE-TEX® oder POWERTEX® Entsprechend den herrschenden Außenbedingungen lassen sich die einzelnen Schichten natürlich auch einzeln tragen. Abgedeckte Reißverschlüsse an den Hosenbeinen sind hilfreich zum einfachen An- und Ausziehen.
Daunenjacken funktionieren hervorragend bei trockener Kälte als Wärmeisolierung, aber wenn man sich viel bewegt sind diese oft zu warm. Sie sind eher geeignet für die Pausen oder für’s Campieren z.B. um sich nachts zusätzlich zum Schlafsack warm zu halten.

 

Wichtig: Handschuhe, Kopfbedeckung, Stirnband und Mütze nicht vergessen!

Bei Hundeschlittentouren gibt es Wärmeoveralls, die sich aber schlecht regulieren lassen. So kommen die Musher ins Schwitzen, wenn es mal anstrengender wird, haben aber keine Möglichkeit, sich des Overalls zu entledigen. Also besser: Zwiebelschalen-Prinzip!

  

Tipp zum Packen:
Nur so wenig mitnehmen wie möglich, aber soviel wie nötig. Profis machen eine Packliste und gehen sie nach der Tour durch. Dadurch lässt sich mit der Zeit die Ausrüstung minimieren, ohne auf Komfort zu verzichten!

 

Das Zwiebelprinzip beinhaltet je nach Einsatz verschiedene, aufeinander abgestimmte Bekleidungsschichten mit verschiedenen Aufgaben. Ziel ist es, bei jedem Wetter ein angenehmes Klima für den Körper zu erhalten, um somit die eigene Leistungsfähigkeit zu bewahren und das Wohlbefinden zu gewährleisten.

 

 

1. Funktionswäsche (1. Schicht)
Die erste Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird, ist die Funktionsunterwäsche. Diese besteht oft aus verschiedensten Kunstfasergeweben, bzw. Gewebemischungen, welchen gemeinsam ist, dass sie die Feuchtigkeit (Schweiß) zwar von der Haut ableiten, aber diese dann nicht speichern (dies ist zum Beispiel bei Baumwolle der Fall). Kunstfaserwäsche verteilt die abgegebene Feuchtigkeit auf eine größere Fläche, sodass diese wesentlich schneller verdunsten kann. Aufgrund dieser Eigenschaft kommt es kaum zu einer Auskühlung des Körpers durch Verdunstungskälte. Somit wird Energie gespart und die Leistungsfähigkeitdes Körpers bleibt erhalten. Jede Funktionswäsche ist antibakteriell ausgestattet und hat meistens Flachnähte, um unangenehmes Scheuern auf der Haut zu verhindern.

2. Isolationsschicht (2. Schicht)
Auch bei der zweiten Schicht kommen wieder Kunstfasergewebe zum Einsatz. Am häufigsten wird als Zwischenschicht mit guter Isolationsfähigkeit noch immer Fleece genutzt. Fleece wird in verschiedensten Formen und Varianten verarbeitet und ist somit für die unterschiedlichsten Ansprüche einsetzbar.
Die Vorteile sind ähnlich der Funktionswäsche: schnelles Trocknen, geringes Gewicht, Isolation auch noch im feuchten Zustand, kuschelig weich, sehr pflegeleicht und robust.

Es existieren noch weitere “Sonderformen” wie zum Beispiel dehnbares Fleece (Stretch), wasserabweisend behandeltes Fleece mit extra eingearbeiteter Ausrüstung (DWR: Durable Water Repellency) und bipolares Fleece bei dem die Innen- und die Außenseite unterschiedlich verarbeitet sind (innen flauschig weich, außen dichter und fester). Bekanntester Hersteller ist Malden Mills mit seinem Polartec®-Fleece. Es gibt aber inzwischen auch verschiedene andere hochwertige Fabrikate wie z.B. unser Polarlite®. Anhand des Polartec® Systems von Malden lassen sich Fleecematerialien recht anschaulich einteilen. Es gibt 100er (auch als Microfleece bezeichnet), 200er und 300er Fleece. Hierbei bezieht sich die Zahl jeweils auf das Gewicht pro m². Alternativen im Bereich der Isolationsschicht sind mit Daunen oder Kunstfasern gefüllte Bekleidungsstücke, welche häufig in der Lage sind, sehr viel warme Luft zu speichern, aber oftmals auch etwas dicker auftragen und für viele Zwecke eventuell schon zu warm sein können.

 

3. Wind- und Wetterschutz (3. und 4. Schicht)
Diese Schicht stellt die äußerste und damit dem Wetter am meisten ausgesetzte Bekleidungsschicht des Zwiebelprinzips dar. Auch innerhalb der Produkte dieser Schicht gibt es die verschiedensten Ausführungen. Je nach Art der Nutzung kommen hier winddichte und/oder wasserdichte Materialien zum Einsatz:

A. Im Bereich der winddichten Bekleidung findet man häufig den Windstopper® der Firma Gore oder vergleichbare Produkte z.B. Power Shield® von Malden Mills. Diese Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu 100% winddicht sind und somit ein schnelles Auskühlen des Körpers durch ein Zerstören der warmen Luftschicht (“Windchilleffekt”) verhindern. Weitere positive Eigenschaften der winddichten Materialien kann die stark wasserabweisende Wirkung (wasserabweisend, aber nicht zu 100% wasserdicht!) sein (=Softshell), die relativ hohe Atmungsaktivität, das angenehme oftmals weiche Tragegefühl sowie die Vielseitigkeit der Anwendung.

B. Daneben gibt es noch wasserdichte Kleidung. Ein Bekleidungsstück welches wasserdicht sein soll, muss natürlich auch an den Nähten dicht sein. Hierzu werden die Nähte alle mit einem Nahtband von innen versiegelt. Grundsätzlich gilt es, im Bereich der wasserdichten Materialien zwischen “atmungsaktiven” und nicht “atmungsaktiven” Materialien (z.B. Raintec) zu unterscheiden.
Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass der Begriff “atmungsaktiv” eigentlich so nicht richtig ist. Richtig ist: “wasserdampfdurchlässig”! Die Wasserdampfdurchlässigkeit beruht auf der Struktur der Membranen oder Beschichtungen. Dampfdurchlässige Membranen und Beschichtungen haben Poren bzw. sind mikroporös. Diese Poren sind so groß, dass Wasserdampf entweichen kann, Wassertropfen auf der Außenseite aber nicht eindringen können.
Um die Dampfdurchlässigkeit zu gewährleisten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Innerhalb der Bekleidung muss eine höhere Temperatur herrschen, als außerhalb der Kleidung, weil ein höherer Druck nötig ist. Es kann also unter Umständen auch dazu kommen, dass auch eine hochwertige GORE-TEX®-Membrane nicht “funktioniert” (Das feucht-warme Klima in den Tropen ist ein solches Beispiel).
Aber auch unter optimalen Bedingungen ist die “Atmungsaktivität” eingeschränkt. Zur Zeit erreichte Höchstwerte sind ca. 200 bis 300 Gramm Dampf pro Stunde pro m². Bei vielen Aktivitäten wird jedoch mehr Schweiß produziert, so schwitzt man zum Beispiel beim Wandern, Radfahren oder Skifahren bis zu zwei Liter pro Stunde. Um auch unter diesen Umständen ein angenehmes Klima zu erhalten, werden Funktionswäsche und ebenfalls funktionelle Zwischenschichten benötigt.
Zur Zeit gibt es Bemühungen, einen einheitlichen Wert für die Dampfdurchlässigkeit eines Materials zu erhalten. Der RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) misst den Widerstand eines Materials am fertigen Bekleidungsstück! (nicht nur an der Membran) für den Dampfdurchgang. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Dampfdurchlässigkeit zu unterstützen, wie Unterarmreißverschlüsse oder Taschenbelüftungen.

Wikipedia „Finnland“