Winterreise in den äußersten Norden Finnland, wo Sie endlose Ruhe, traumhafte Winterwelten und Nordlichter erwarten
  
Winterreise in den äußersten Norden Finnland, wo Sie endlose Ruhe, traumhafte Winterwelten und Nordlichter erwarten
  
Winterreise in den äußersten Norden Finnland, wo Sie endlose Ruhe, traumhafte Winterwelten und Nordlichter erwarten
  
Winterreise in den äußersten Norden Finnland, wo Sie endlose Ruhe, traumhafte Winterwelten und Nordlichter erwarten
  
Winterreise in den äußersten Norden Finnland, wo Sie endlose Ruhe, traumhafte Winterwelten und Nordlichter erwarten
  

Arktische Höhepunkte im Norden Finnlands

8-tägiges Winterabenteuer im Feriendorf Nuorgam

Erleben Sie auf dieser Reise die Schönheit Nord-Finnlands. Das familiengeführte Feriendorf Nuorgam befindet direkt an der finnisch-norwegischen Grenze im nördlichsten Ort Finnlands. Geschützt von mächtigen Fjells liegt es idyllisch am Fluss Teno. Tauchen Sie in die weite offene Landschaft des hohen Nordens ein und lernen Sie Finnisch-Lappland bei Ausflügen kennen. Lassen Sie sich von der Wildnis, dem nordischen Lebensstil und der samischen Kultur faszinieren. Entspannen Sie in der Sauna am Fluss und genießen die traditionelle Küche. Herzlich Willkommen im Holiday Village Nuorgam.



Reisebeschreibung

Reiseverlauf*:

1. Tag: Anreise nach Nuorgam
Individuelle Anreise zum Flughafen in Berlin (andere Flughäfen gegen Aufpreis bzw. auf Anfrage). Flug via Helsinki nach Ivalo oder alternativ Kirkenes. Nach der Ankunft am Flughafen werden Sie zum Feriendorf Nuorgam gebracht. Vom Flughafen Ivalo aus dauert die Fahrt etwa 2,5 Std. Im Nuorgam Holiday Village angekommen lernen Sie Ihre Unterkunft und die freundlichen Gastgeber kennen. Nach einem ausgiebigen Willkommens-Abendessen können Sie sich bereits individuell auf die Suche nach den Nordlichtern machen. Werfen Sie ab und an einen Blick in den Nordhimmel! In den kommenden Tagen gehen Sie auf eigene Faust auf die Suche nach den Nordlichtern oder nehmen optional an verschiedenen geführten Nordlicht-Safaris teil.

2. Tag: Wintererlebnisse

Ihr erster Morgen im finnischen Lappland startet mit einem leckeren Frühstück. Nun erhalten Sie die warme Winterkleidung, die Sie während Ihres Aufenthaltes in Nuorgam nutzen dürfen. Anschließend warten Sie verschiedene Winteraktivitäten auf Sie: Langlauf, Schneeschuh wandern, Tretschlitten fahren. Nun erforschen Sie in kleinen Gruppen mit Guide die Umgebung mit einem Fortbewegungsmittel Ihrer Wahl (Dauer des Programm ca. 3 Std.). Die Ausrüstung steht Ihnen dann während des gesamten Aufenthaltes im Feriendorf Nuorgam zur freien Verfügung. Nach dem Mittagessen im Restaurant gestalten Sie den Rest des Tages nach Ihren Wünschen. Fahren Sie beispielsweise mit dem Schlitten ins Dorf Nuorgam. Viel Spaß beim Entdecken!
Vor dem Abendessen erhalten Sie mehr Informationen über die Polarlichter. Ihr Guide gibt Ihnen Tipps für die Beobachtung der sogenannten Aurora Borealis, u.a. auch Tipps für Fotoaufnahmen. Nach dem Abendessen können Sie sich auf die Suche nach dem wundersamen Himmelsphänomen begeben. Gern können Sie sich ein Stativ ausleihen, damit die Fotos gut gelingen. Außerdem können Sie sich jeden Abend in der finnischen Sauna erholen.

3. Tag: Tagesausflug ins Fjell und Eisfischen

Nach Ihrem Frühstück fahren Sie im Schlitten, gezogen von einem Motorschlitten, zum höchsten Punkt im Fjell. Genießen Sie die unendlichen Weiten der verschneiten Landschaft. Am See Pulmankijärvi, genau an der Grenze zwischen Finnland und Norwegen, essen Sie am Lagerfeuer zu Mittag. Der einheimische Guide gibt Ihnen Einblicke in das nordische Leben und erzählt Geschichten über die Natur und Tierwelt. Nach dem Mittagessen lernen Sie das Eisfischen kennen, so wie es die Einheimischen gern in ihrer Freizeit betreiben. Viel Spaß und Petri heil! (Dauer des Ausflugs ca. 4 Std.) Nach der Rückkehr in die gemütliche Unterkunft können Sie sich in der Sauna entspannen.

4. Tag: Ausflug nach Norwegen und zur Barentssee

Heute lernen Sie nach dem Frühstück das benachbarte Norwegen kennen. Der Ausflug führt zu einem traditionellen Fischerdorf am Varangerfjord am Ufer der Barentssee. Das Wasser der Barentssee ist kristallklar und friert in dieser Region niemals zu. Heute erfahren Sie auch mehr über die norwegische Kultur und die Bedeutung der Fischerei. Im Sami Museum im nahegelegenen Varangerbotn bekommen Sie tiefere Einblicke in die Kultur der Ureinwohner des Nordens. Anschließend besuchen Sie einen Silberladen und können das Silberkunsthandwerk der Sami bewundern. Nach dem Mittagessen geht es zurück nach Nuorgam. Den restlichen Nachmittag haben Sie zur freien Verfügung und können die traumhafte Landschaft weiter erkunden oder es sich in der Unterkunft gemütlich machen.

5. Tag: Winteraktivitäten und Rentierbesuch

Den heutigen Morgen können Sie nach Herzenslaune gestalten. Drehen Sie eine Runde auf den Langlaufski oder mit den Schneeschuhen. Entspannen Sie sich, gehen spazieren und genießen die Ruhe und Schönheit der Natur. Am Nachmittag lernen Sie einen einheimischen Rentier-Hirten kennen. Er gibt Ihnen lebendige Einblicke in das Leben der Sami und die Arbeit mit den Rentieren. Sie können ihm beispielsweise beim Füttern der Rentiere helfen. Auch der Umgang mit dem Lasso kann geübt werden. Abends können Sie in der finnischen Sauna den Tag Revue passieren lassen. Am restlichen Abend bleibt Zeit für eine weitere Nordlicht-Suche.

6. Tag: Unterwegs mit Huskies

Am heutigen Tag in Nord-Finnland erwartet Sie ein weiteres Highlight der Reise. Nach dem Frühstück geht es nach kurzer Fahrt (ca. 30 min) wieder nach Norwegen, wo Sie den Musher (Hundeführer) samt seiner Huskies kennenlernen. Sie erhalten eine Einweisung ins Fahren mit dem Hundeschlitten und machen sich zu zweit mit Ihrem eigenen Gespann auf den Weg in die Wildnis. Lassen Sie sich die herrliche arktische Luft um die Nase wehen, während Sie von den kräftigen Huskies durch die weiße Landschaft gezogen werden. De Huskies sind in ihrem Element, sicher springt auch die Energie, die die Kraftpakete versprühen, auf Sie über. Am Lagerfeuer schließen Sie die Tour mit einem heißen Getränk ab. Für das Mittagessen geht es wieder zurück nach Nuorgam. Am Nachmittag können Sie den zahlreichen Aktivitäten vor Ort nachgehen.

7. Tag: Arktische Winterwelt

Heute gestalten Sie Ihren Tag selbst oder nehmen an einer der zusätzlichen Touren teil. Genießen Sie den Tag nach Ihren eigenen Wünschen. Das traditionelle Abendessen findet heute in einer Kota, einem Sami-Zelt aus Holz, statt. Ihre Gastgeber erzählen vom Leben im Norden und geben Ihnen interessante Einblicke.

8. Tag: Abschied und Abreise

Nach dem Frühstück steht Ihre Heimreise an. Ihre Gastgeber verabschieden Sie und beim Transfer zum Flughafen können Sie noch einmal die Landschaft genießen. Rückflug von Ivalo oder Kirkenes nach Helsinki und weiter nach Berlin. Individuelle Heimreise.
(*Änderungen in der Reihenfolge der Tagesprogramme vorbehalten)

Unterkunft und Verpflegung im Feriendorf Nuorgam

Im Feriendorf Nuorgam übernachten Sie in einer der 11 gemütlichen Hütten. Alle Häuser und Appartements sind renoviert und bieten Platz für bis zu sechs Personen. Jede Unterkunft verfügt über eine moderne Ausstattung, eine kleine Küche sowie eigene Dusche und Toilette. Eine Sauna und eine Sami-Hütte stehen Ihnen ebenfalls zur Verfügung. Neu (seit Dezember 2019) sind die vier Superior-Hütten die weiterhin über eine eigene Sauna sowie einen Kamin verfügen.
Im Restaurant genießen Sie einheimische Gerichte und lappländische Spezialitäten. Vollpension ist im Reisepreis enthalten. Lediglich die Getränke sind vor Ort zu zahlen.
Die Inhaber Marjatta und Raimo heißen Sie herzlich Willkommen!

Zubuchbare Leistungen

(Preise pro Person)
  • Flug ab Düsseldorf: ab +90 EUR
  • Flug ab Hamburg: ab +90 EUR
  • Flug ab Frankfurt: ab +80 EUR
  • Flug ab München: ab +80 EUR
  • Unterkunft in Superior-Hütte: +225 EUR
  • Reiseversicherung

Aktivitäten vor Ort

Bitte beachten Sie, dass die Buchung für die optionalen Aktivitäten am besten im Voraus erfolgen sollte.
  • Schneeschuh Tour ins Fjell
    Dauer 2 Stunden
    inklusive heißem Getränk, Guide, Ausrüstung
    +75 EUR p.P.
  • Nordlicht Safari mit Schneeschuhen
    Dauer 2 Stunden
    inklusive heißem Getränk, Guide, Ausrüstung 
    +80 EUR p.P.
  • Eine Nacht in einer Wildnishütte
    Dauer: vom Nachmittag bis zum nächsten Vormittag
    inklusive Transfers mit Motorschlitten (selbst fahrend oder im Schlitten sitzend), Führung, eine Übernachtung in der Wildnishütte, spezielles lappländisches Abendessen, Frühstück, notwendige Ausrüstung.
    Mindestens 2 Personen.
    +420 EUR p.P.
  • Königskrabbensafari in Nesseby
    Dauer ca. 5 Stunden
    inklusive Transfers, Guide, ca. 2-stündiger Königskrabbenprogramm mit einem Fischerboot, Mittagessen im Restaurant
    +255 EUR p.P. (eine Reservierung ist möglich, die Bestätigung und Bezahlung erfolgt vor Ort)
Die Preise der Schneemobilsafaris sind inklusive Motorschlittenversicherung; Eigenbeteiligung für Schäden 750 € pro Unfall/Motorschlitten. Bitte beachten Sie, dass vom Fahrer des Motorschlittens ein gültiger Führerschein und ein Mindestalter von 18 Jahren gefordert werden.

Eignung für mobilitätseingeschränkte Personen:

nein

Reiseleistungen

An- und Abreise: Flug ab/bis Deutschland nach Finnland
  • Flug ab Berlin nach Ivalo oder alternativ Kirkenes und zurück
    inkl. Freigepäck, inkl. Flughafensteuern und -gebühren
  • atmosfair-Spende für klimabewusstes Fliegen
  • Transfer von Flughafen nach Nuorgam und zurück
  • 7 Übernachtungen in gemütlichen Appartements oder Hütten für 2 Personen
  • Vollverpflegung (vom Abendessen am ersten Tag bis zum Frühstück am achten Tag); an einem Abend gibt es ein traditionelles Abendessen in einer Kota (Zelt aus Holz)
  • Aktivitäten wie im Programm aufgeführt inkl. der nötigen Ausrüstung
  • Warme Winterkleidung für den gesamten Aufenthalt (Overall, Stiefel, Wollsocken, Handschuhe, Mütze)
  • Nutzung von Schlitten, Tretschlitten, Schneeschuhen, Langlauf-Ski, Kamera-Stativ, Stirnlampen (je nach Verfügbarkeit)
  • tägliche Benutzung der Sauna
  • Englischsprechende Guides und Gastgeber

Reisezeit und Preise

TerminePreis p.P. 
 2020 Dezember
12.12.2020 - 19.12.20202.465,00 EURJetzt buchen
19.12.2020 - 26.12.20203.075,00 EUR
26.12.2020 - 02.01.20213.075,00 EUR
 2021 Januar
02.01.2021 - 09.01.20212.465,00 EURJetzt buchen
09.01.2021 - 16.01.20212.465,00 EURJetzt buchen
16.01.2021 - 23.01.20212.465,00 EURJetzt buchen
23.01.2021 - 30.01.20212.570,00 EURJetzt buchen
30.01.2021 - 06.02.20212.570,00 EURJetzt buchen
 2021 Februar
06.02.2021 - 13.02.20212.625,00 EURJetzt buchen
13.02.2021 - 20.02.20212.625,00 EURJetzt buchen
20.02.2021 - 27.02.20212.625,00 EURJetzt buchen
27.02.2021 - 06.03.20212.625,00 EURJetzt buchen
 2021 März
06.03.2021 - 13.03.20212.570,00 EURJetzt buchen
13.03.2021 - 20.03.20212.570,00 EURJetzt buchen
20.03.2021 - 27.03.20212.570,00 EURJetzt buchen
27.03.2021 - 03.04.20212.465,00 EURJetzt buchen
 2021 April
03.04.2021 - 10.04.20212.465,00 EURJetzt buchen

Teilnehmer: min. 2 max. 20 Personen

Veranstalter: WIR.Reisen eG

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Weitere Informationen

Zwiebelprinzip - Tipps und Details zur Kleidung

DAS ZWIEBELPRINZIP BEI DER BEKLEIDUNG

In Skandinavien gibt es noch richtigen Winter. Gerade im Norden sind Temperaturen von bis zu -20°C nicht selten. Da der Spaß und Komfort bei der Reise auch von der richtigen Bekleidung und Temperatur abhängt, sollte man sich vor Reisebeginn einige Gedanken zur richtigen Ausrüstung machen.

Da die Außentemperatur ständig wechselt und der Mensch je nach Aktivitätsgrad mehr oder weniger Wärme produziert, gibt es das perfekte Kleidungsstück leider nicht. Aus diesem Grund ist das sogenannte Zwiebelprinzip, d.h. das Tragen von mehreren Schichten, nach wie vor am besten geeignet für einen angenehmen Komfort. Beim Zwiebelprinzip gilt: lieber viele dünne Schichten, als wenige dicke. Als Grundmodell, das aber natürlich an die entsprechenden Touren-Bedingungen angepasst werden muss, kann folgende Schichten-Abfolge empfohlen werden:

 

1. Schicht
Unterwäsche und Shirts, direkt auf der Haut getragen, aus Microfaser z.B. Polyamide, Polyester oder Naturfaser z.B. Wolle, lang oder kurz oder beides übereinander. Dünne Kunstfasersocken helfen auch, Blasenbildung zu verhindern.

2. Schicht
- Leichte Fleece-Bekleidung, z. B. als Zippulli, Jacke z.B. Polarlite® micro oder thermic oder Hemd z.B. Polarlite®  oder Polartec® Classic 100
- Warme Fleece-Kleidung als Jacke, Pullover z.B. Polarlite® classic oder Polartec® Classic 300

3. Schicht

Windabweisende, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. Salewa Softshells aus Stormwall, Polartec® Power-shield® oder Polartec® Wind Pro. Diese ersetzen bei trockenem Wetter die 4.Schicht.
4. Schicht

Wasser- und winddichte, strapazierfähige Funktionskleidung z.B. GORE-TEX® oder POWERTEX® Entsprechend den herrschenden Außenbedingungen lassen sich die einzelnen Schichten natürlich auch einzeln tragen. Abgedeckte Reißverschlüsse an den Hosenbeinen sind hilfreich zum einfachen An- und Ausziehen.
Daunenjacken funktionieren hervorragend bei trockener Kälte als Wärmeisolierung, aber wenn man sich viel bewegt sind diese oft zu warm. Sie sind eher geeignet für die Pausen oder für’s Campieren z.B. um sich nachts zusätzlich zum Schlafsack warm zu halten.

 

Wichtig: Handschuhe, Kopfbedeckung, Stirnband und Mütze nicht vergessen!

Bei Hundeschlittentouren gibt es Wärmeoveralls, die sich aber schlecht regulieren lassen. So kommen die Musher ins Schwitzen, wenn es mal anstrengender wird, haben aber keine Möglichkeit, sich des Overalls zu entledigen. Also besser: Zwiebelschalen-Prinzip!

  

Tipp zum Packen:
Nur so wenig mitnehmen wie möglich, aber soviel wie nötig. Profis machen eine Packliste und gehen sie nach der Tour durch. Dadurch lässt sich mit der Zeit die Ausrüstung minimieren, ohne auf Komfort zu verzichten!

 

Das Zwiebelprinzip beinhaltet je nach Einsatz verschiedene, aufeinander abgestimmte Bekleidungsschichten mit verschiedenen Aufgaben. Ziel ist es, bei jedem Wetter ein angenehmes Klima für den Körper zu erhalten, um somit die eigene Leistungsfähigkeit zu bewahren und das Wohlbefinden zu gewährleisten.

 

 

1. Funktionswäsche (1. Schicht)
Die erste Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird, ist die Funktionsunterwäsche. Diese besteht oft aus verschiedensten Kunstfasergeweben, bzw. Gewebemischungen, welchen gemeinsam ist, dass sie die Feuchtigkeit (Schweiß) zwar von der Haut ableiten, aber diese dann nicht speichern (dies ist zum Beispiel bei Baumwolle der Fall). Kunstfaserwäsche verteilt die abgegebene Feuchtigkeit auf eine größere Fläche, sodass diese wesentlich schneller verdunsten kann. Aufgrund dieser Eigenschaft kommt es kaum zu einer Auskühlung des Körpers durch Verdunstungskälte. Somit wird Energie gespart und die Leistungsfähigkeitdes Körpers bleibt erhalten. Jede Funktionswäsche ist antibakteriell ausgestattet und hat meistens Flachnähte, um unangenehmes Scheuern auf der Haut zu verhindern.

2. Isolationsschicht (2. Schicht)
Auch bei der zweiten Schicht kommen wieder Kunstfasergewebe zum Einsatz. Am häufigsten wird als Zwischenschicht mit guter Isolationsfähigkeit noch immer Fleece genutzt. Fleece wird in verschiedensten Formen und Varianten verarbeitet und ist somit für die unterschiedlichsten Ansprüche einsetzbar.
Die Vorteile sind ähnlich der Funktionswäsche: schnelles Trocknen, geringes Gewicht, Isolation auch noch im feuchten Zustand, kuschelig weich, sehr pflegeleicht und robust.

Es existieren noch weitere “Sonderformen” wie zum Beispiel dehnbares Fleece (Stretch), wasserabweisend behandeltes Fleece mit extra eingearbeiteter Ausrüstung (DWR: Durable Water Repellency) und bipolares Fleece bei dem die Innen- und die Außenseite unterschiedlich verarbeitet sind (innen flauschig weich, außen dichter und fester). Bekanntester Hersteller ist Malden Mills mit seinem Polartec®-Fleece. Es gibt aber inzwischen auch verschiedene andere hochwertige Fabrikate wie z.B. unser Polarlite®. Anhand des Polartec® Systems von Malden lassen sich Fleecematerialien recht anschaulich einteilen. Es gibt 100er (auch als Microfleece bezeichnet), 200er und 300er Fleece. Hierbei bezieht sich die Zahl jeweils auf das Gewicht pro m². Alternativen im Bereich der Isolationsschicht sind mit Daunen oder Kunstfasern gefüllte Bekleidungsstücke, welche häufig in der Lage sind, sehr viel warme Luft zu speichern, aber oftmals auch etwas dicker auftragen und für viele Zwecke eventuell schon zu warm sein können.

 

3. Wind- und Wetterschutz (3. und 4. Schicht)
Diese Schicht stellt die äußerste und damit dem Wetter am meisten ausgesetzte Bekleidungsschicht des Zwiebelprinzips dar. Auch innerhalb der Produkte dieser Schicht gibt es die verschiedensten Ausführungen. Je nach Art der Nutzung kommen hier winddichte und/oder wasserdichte Materialien zum Einsatz:

A. Im Bereich der winddichten Bekleidung findet man häufig den Windstopper® der Firma Gore oder vergleichbare Produkte z.B. Power Shield® von Malden Mills. Diese Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu 100% winddicht sind und somit ein schnelles Auskühlen des Körpers durch ein Zerstören der warmen Luftschicht (“Windchilleffekt”) verhindern. Weitere positive Eigenschaften der winddichten Materialien kann die stark wasserabweisende Wirkung (wasserabweisend, aber nicht zu 100% wasserdicht!) sein (=Softshell), die relativ hohe Atmungsaktivität, das angenehme oftmals weiche Tragegefühl sowie die Vielseitigkeit der Anwendung.

B. Daneben gibt es noch wasserdichte Kleidung. Ein Bekleidungsstück welches wasserdicht sein soll, muss natürlich auch an den Nähten dicht sein. Hierzu werden die Nähte alle mit einem Nahtband von innen versiegelt. Grundsätzlich gilt es, im Bereich der wasserdichten Materialien zwischen “atmungsaktiven” und nicht “atmungsaktiven” Materialien (z.B. Raintec) zu unterscheiden.
Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass der Begriff “atmungsaktiv” eigentlich so nicht richtig ist. Richtig ist: “wasserdampfdurchlässig”! Die Wasserdampfdurchlässigkeit beruht auf der Struktur der Membranen oder Beschichtungen. Dampfdurchlässige Membranen und Beschichtungen haben Poren bzw. sind mikroporös. Diese Poren sind so groß, dass Wasserdampf entweichen kann, Wassertropfen auf der Außenseite aber nicht eindringen können.
Um die Dampfdurchlässigkeit zu gewährleisten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Innerhalb der Bekleidung muss eine höhere Temperatur herrschen, als außerhalb der Kleidung, weil ein höherer Druck nötig ist. Es kann also unter Umständen auch dazu kommen, dass auch eine hochwertige GORE-TEX®-Membrane nicht “funktioniert” (Das feucht-warme Klima in den Tropen ist ein solches Beispiel).
Aber auch unter optimalen Bedingungen ist die “Atmungsaktivität” eingeschränkt. Zur Zeit erreichte Höchstwerte sind ca. 200 bis 300 Gramm Dampf pro Stunde pro m². Bei vielen Aktivitäten wird jedoch mehr Schweiß produziert, so schwitzt man zum Beispiel beim Wandern, Radfahren oder Skifahren bis zu zwei Liter pro Stunde. Um auch unter diesen Umständen ein angenehmes Klima zu erhalten, werden Funktionswäsche und ebenfalls funktionelle Zwischenschichten benötigt.
Zur Zeit gibt es Bemühungen, einen einheitlichen Wert für die Dampfdurchlässigkeit eines Materials zu erhalten. Der RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) misst den Widerstand eines Materials am fertigen Bekleidungsstück! (nicht nur an der Membran) für den Dampfdurchgang. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Dampfdurchlässigkeit zu unterstützen, wie Unterarmreißverschlüsse oder Taschenbelüftungen.

Polarlicht

Das Nordlicht ist ein Naturphänomen, das die Menschen seit tausenden von Jahren fasziniert. Während viele Nordvölker an Nachrichten von Göttern glaubten, betrachtete man sie im Mittelalter als Vorboten für drohendes Unheil. Erst Ende des 19. Jahrhunderts stellten Physiker aus Skandinavien erste wissenschaftliche Theorien auf.
Die Entstehung des Polarlichtes, aurora borealis, zu deutsch Nordlicht, hängt stark von den Sonnenaktivitäten ab. Durch Eruptionen auf der Sonne werden geladene Teilchen ins All geschleudert, es entsteht ein so genannter Sonnenwind. Diese Teilchen werden entlang der Feldlinen des Magnetfelds der Erde zu den Polen gelenkt, wo sie in die Erdatmosphäre eintreten. Aus diesem Grund treten Polarlichter vorwiegend bei 60 Grad Breite auf. Beim Auftreffen der geladenen Teilchen in die Erdatmosphäre regen die Teilchen dort vorhandene Moleküle an. Bei der anschließenden Abregung der Moleküle wird Licht ausgesandt, das wir als Nordlicht wahrnehmen.
Die verschiedenen Farben des Polarlichtes sind abhängig von der Höhe, in der die Teilchen aufeinander treffen sowie von der Art der Moleküle. So erzeugen beispielsweise Sauerstoffatome, die in 100km Höhe aufgeladen werden ein grünes Licht. Treffen die Sonnenwinde die Sauerstoffatome dagegen in 200 km, leuchten sie rot. Stickstoffatome erzeugen violettes oder blaues Nordlicht.
Die Sonne hat einen festen wellenförmigen Aktivitätszyklus. Ein Durchgang dauert etwa elf Jahre. Das Aktivitätsmaximum, in dem besonders häufig starke Eruptionen auftreten, wird daher erst wieder im Jahr 2023 bis 2024 erreicht. Daher werden vermutlich in diesen Jahren besonders häufig Nordlichter zu beobachten sein.





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