Auch in Schweden gilt die alte Weisheit: War der Winter sehr kalt, hat der Sommer weniger Mücken. Im Norden des Landes zeigen sich vor allem in den Sommermonaten relativ viele Mücken. Umso weiter Sie nach Südschweden vordringen, desto weniger werden die Mücken. Auch in Mittelschweden und im Bereich der Ostsee halten sich die Mückenschwärme in Grenzen. Ab Anfang September ist die Mückenplage meist ganz vorbei.





Mücken in Schweden: Wichtige Tipps zum Schutz vor Mückenstichen

Eins vorweg: Auf Schweden-Reisen müssen Sie nicht unbedingt mit einer Mückenplage rechnen. Wir haben in Deutschland schon manches Mal mehr Probleme mit Mücken gehabt als im hohen Norden. Auch in Schweden kann es passieren, dass Sie auf Ausflügen in der Natur oder beim Schlafen mit offenem Fenster keine Probleme mit Mücken haben. Trotzdem möchten wir Ihnen einige Tipps zum Schutz vor Mückenstichen verraten:

  • Lange Kleidung tragen. Diese kann zusätzlich imprägniert werden.
  • Kopf und Hals mit Hut oder Schal bedecken.
  • Freie Hautstellen mit Mückenschutzmittel behandeln.
  • Unter einem Moskitonetz schlafen.


Mehr Mücken in Nordschweden

Mücken haben im Norden des Landes bessere Bedingungen. Ihre Eier können erst schlüpfen, wenn die Brutstätte mit Wasser überschwemmt war. Mit seinen Süßwasser-Seen und Sumpfgebieten bietet Nordschweden den Mücken günstigere klimatische Bedingungen als der Süden. Im waldreichen Norden mit seinen entlegenen Gebieten vermehren sich Mücken besser als im windigen Süden mit seiner salzhaltigen Luft. Größere Mückenschwärme können im Gebiet um den Fluss Dalälven auftreten. Unter normalen Umständen sollte es jedoch auch im Norden nicht übermäßig viele Mücken geben.


Welche Stechmücken sind in Schweden unterwegs?

Zu den wichtigsten Vertretern der rund 50 Stechmücken-Arten in Schweden zählen Anopheles, Aedes, Culiseta und Culex. Besonders verbreitet sind die Aedes-Arten, wie Aedes stictticus, Aedes cinereus, A. vexans, A. dorsalis, A. rossicus und Aedes caspius. Wie auch andere Stechmücken legen sie ihre Eier in Überschwemmungsgebieten ab. Erst bei der nächsten Überflutung - und das kann Jahre dauern - schlüpfen die Stechmückenlarven. Etwa 2 bis 4 Wochen nach der Überschwemmung sind sie zu flugfähigen Mücken herangewachsen und werden erst dann von Menschen wahrgenommen.

Vorsorglich wird in ganz Schweden jährlich eine Schädlingsbekämpfung durchgeführt, um anstehende Mückenplagen frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Dabei werden Gewässerproben auf Mückenlarven untersucht. Viele der bevorzugten Brutgebiete sind ohnehin nur schwer zugänglich. Damit ist auf den üblichen Wander- und Besichtigungstouren kaum mit angreifenden Mückenschwärmen zu rechnen.


Effektiver Schutz vor Mückenstichen im Schweden-Sommer

Im schwedischen Sommer von Mitte Juni bis August sollte bei Nordschweden-Reisen ein Mückenschutz im Handgepäck sein. In anderen Landesteilen, wie etwa der Küstennähe und am Salzwasser, sind die klimatischen Bedingungen für die Mückenarten des Landes ungünstig. Trotzdem empfiehlt sich auch hier ein wirksamer Mückenschutz. In schwedischen Apotheken sind landesweit die folgenden Mücken-"Repellents" erhältlich.


Die besten Mückenmittel aus der Schweden-Apotheke

  • Mygga ist das meistverkaufte Produkt in Schweden, das als Spray, Roll-On und als Stick erhältlich ist. Neben dem Wirkstoff DEET enthält es Extrakte aus pflanzlichen Ölen.
  • Djungelolja schützt vor Mücken und stechenden Insekten. Es enthält 20 Prozent des Wirkstoffes DEET.
  • Salubrin ist ein Desinfektionsmittel, das den Juckreiz nach Mückenstichen lindert.


Keine Angst vor schwedischen Mücken

Sollte es nach einem besonders warmen Winter oder bei idealen Wetterbedingungen (Wärme, Regen, Überschwemmungen) doch einmal zu einer Mückenplage in Schweden kommen, ist diese im Norden des Landes zu erwarten. Selbst bei einer dieser Mückenplagen kann Nordschweden während der gefürchteten Sommermonate bereist werden. Die landesweit erhältlichen Mückensprays und Lotionen bieten einen wirksamen Schutz gegen Mückenstiche. Umso besser die Kleidung den Körper schützt, umso weniger Angriffsfläche steht zur Verfügung. Gewässer, Wald- und Sumpfgebiete sollten möglichst in den Morgenstunden aufgesucht werden, wenn die Zahl der ausschwärmenden Mücken noch gering ist. Einer sorglosen Schweden-Rundreise steht somit nichts im Wege!





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