Finnland - Skiwandern auf Loipen



7-tägige geführte Skiwanderung von Hütte zu Hütte im Osten Finnlands

Erleben Sie Skiwandern in Finnland: Gespurte Loipen und Gepäcktransport locken zu einer Skiwanderung für komfortbewusste Langläufer. Die Ski-Wandertour führt Sie in den Osten Finnlands durch urwüchsige finnische Wälder. Auf Langlauf-Ski reisen Sie durch den Hossa Nationalpark und durchqueren wilde unberührte Natur, die von einer dicken Schneedecke überzogen ist. Der ortsansässige Guide macht Sie mit finnischer Saunatradition und landestypischen Delikatessen bekannt. Abends erwarten Sie auf Ihrer Skiwanderung in Finnland gemütliche Hütten mit Sauna.


Teilnehmende: min. 1 max. 12 Personen

Veranstalter: WIR.Reisen eG

Kartenansicht
von
09.02.2025
bis
30.03.2025
Preise
p.P. ab
1285 €
Das ist inklusive

An-/ Abreise: Eigenanreise nach Finnland
  • Gruppentransfer vom und zum Flughafen Kuusamo
  • 6 Übernachtungen in festen Unterkünften, Zimmer für 2-4 Personen, inkl. Bettwäsche und Handtücher, Gemeinschaftsduschen und WCs
  • 6x Vollpension (6x Frühstück, 4x Mittagessen im Freien, 1x Mittagessen im Restaurant, 6x Abendessen, 5x Nachmittagskaffee)
  • Gepäcktransport durch Motorschlitten von Unterkunft zu Unterkunft
  • Sauna am Abend, ggf. Eisschwimmen
  • Erfahrene (englisch sprechende) finnische Reiseleitung beim Skiwandern (zertifizierter Wildnisführer)
(Preis pro Person bei Unterbringung im Mehrbettzimmer)
 
Termine und Preise

09. Feb - 30. März 25
Reisedauer 7 Tage



Alle Termine anzeigen

TerminPreis p.P. 
 09.02.25 - 15.02.25 1285 €BUCHEN
 16.02.25 - 22.02.25 1285 €BUCHEN
 23.02.25 - 01.03.25 1285 €ausgebucht
 02.03.25 - 08.03.25 1285 €BUCHEN
 09.03.25 - 15.03.25 1285 €BUCHEN
 16.03.25 - 22.03.25 1285 €BUCHEN
 18.03.25 - 24.03.25 1285 €BUCHEN
 23.03.25 - 29.03.25 1285 €BUCHEN
 30.03.25 - 05.04.25 1285 €BUCHEN

Impressionen

Gemütliche Hütte mit Sauna sorgen für Entspannung am Abend (Foto zur Verfügung gestellt von: Upitrek)

Skitour Mittags: Pause am Lagerfeuer (Foto zur Verfügung gestellt von: Upitrek)

Auf Loipen geht es durch die unberührte Winterlandschaft Finnlands (Foto zur Verfügung gestellt von: Upitrek)

Teilnehmende: min. 1 max. 12 Personen

Veranstalter: WIR.Reisen eG

Das sagen unsere Gäste

"Eine gut organisierte Abenteuertour mit guten sportlichen Wert."


Weitere Informationen

Zwiebelprinzip - Tipps und Details zur Kleidung


DAS ZWIEBELPRINZIP BEI DER BEKLEIDUNG

In Skandinavien gibt es noch richtigen Winter. Gerade im Norden sind Temperaturen von bis zu -20°C nicht selten. Da der Spaß und Komfort bei der Reise auch von der richtigen Bekleidung und Temperatur abhängt, sollte man sich vor Reisebeginn einige Gedanken zur richtigen Ausrüstung machen.

Da die Außentemperatur ständig wechselt und der Mensch je nach Aktivitätsgrad mehr oder weniger Wärme produziert, gibt es das perfekte Kleidungsstück leider nicht. Aus diesem Grund ist das sogenannte Zwiebelprinzip, d.h. das Tragen von mehreren Schichten, nach wie vor am besten geeignet für einen angenehmen Komfort. Beim Zwiebelprinzip gilt: lieber viele dünne Schichten, als wenige dicke. Als Grundmodell, das aber natürlich an die entsprechenden Touren-Bedingungen angepasst werden muss, kann folgende Schichten-Abfolge empfohlen werden:

 

 

1. Funktionswäsche (1. Schicht)
Die erste Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird, ist die Funktionsunterwäsche. Diese besteht oft aus verschiedensten Kunstfasergeweben, bzw. Gewebemischungen, welchen gemeinsam ist, dass sie die Feuchtigkeit (Schweiß) zwar von der Haut ableiten, aber diese dann nicht speichern (dies ist zum Beispiel bei Baumwolle der Fall). Kunstfaserwäsche verteilt die abgegebene Feuchtigkeit auf eine größere Fläche, sodass diese wesentlich schneller verdunsten kann. Aufgrund dieser Eigenschaft kommt es kaum zu einer Auskühlung des Körpers durch Verdunstungskälte. Somit wird Energie gespart und die Leistungsfähigkeitdes Körpers bleibt erhalten. Jede Funktionswäsche ist antibakteriell ausgestattet und hat meistens Flachnähte, um unangenehmes Scheuern auf der Haut zu verhindern.

2. Isolationsschicht (2. Schicht)
Auch bei der zweiten Schicht kommen wieder Kunstfasergewebe zum Einsatz. Am häufigsten wird als Zwischenschicht mit guter Isolationsfähigkeit noch immer Fleece genutzt. Fleece wird in verschiedensten Formen und Varianten verarbeitet und ist somit für die unterschiedlichsten Ansprüche einsetzbar.
Die Vorteile sind ähnlich der Funktionswäsche: schnelles Trocknen, geringes Gewicht, Isolation auch noch im feuchten Zustand, kuschelig weich, sehr pflegeleicht und robust.

Es existieren noch weitere “Sonderformen” wie zum Beispiel dehnbares Fleece (Stretch), wasserabweisend behandeltes Fleece mit extra eingearbeiteter Ausrüstung (DWR: Durable Water Repellency) und bipolares Fleece bei dem die Innen- und die Außenseite unterschiedlich verarbeitet sind (innen flauschig weich, außen dichter und fester). Bekanntester Hersteller ist Malden Mills mit seinem Polartec®-Fleece. Es gibt aber inzwischen auch verschiedene andere hochwertige Fabrikate wie z.B. unser Polarlite®. Anhand des Polartec® Systems von Malden lassen sich Fleecematerialien recht anschaulich einteilen. Es gibt 100er (auch als Microfleece bezeichnet), 200er und 300er Fleece. Hierbei bezieht sich die Zahl jeweils auf das Gewicht pro m². Alternativen im Bereich der Isolationsschicht sind mit Daunen oder Kunstfasern gefüllte Bekleidungsstücke, welche häufig in der Lage sind, sehr viel warme Luft zu speichern, aber oftmals auch etwas dicker auftragen und für viele Zwecke eventuell schon zu warm sein können.

 

3. Wind- und Wetterschutz (3. und 4. Schicht)
Diese Schicht stellt die äußerste und damit dem Wetter am meisten ausgesetzte Bekleidungsschicht des Zwiebelprinzips dar. Auch innerhalb der Produkte dieser Schicht gibt es die verschiedensten Ausführungen. Je nach Art der Nutzung kommen hier winddichte und/oder wasserdichte Materialien zum Einsatz:

A. Im Bereich der winddichten Bekleidung findet man häufig den Windstopper® der Firma Gore oder vergleichbare Produkte z.B. Power Shield® von Malden Mills. Diese Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu 100% winddicht sind und somit ein schnelles Auskühlen des Körpers durch ein Zerstören der warmen Luftschicht (“Windchilleffekt”) verhindern. Weitere positive Eigenschaften der winddichten Materialien kann die stark wasserabweisende Wirkung (wasserabweisend, aber nicht zu 100% wasserdicht!) sein (=Softshell), die relativ hohe Atmungsaktivität, das angenehme oftmals weiche Tragegefühl sowie die Vielseitigkeit der Anwendung.

B. Daneben gibt es noch wasserdichte Kleidung. Ein Bekleidungsstück welches wasserdicht sein soll, muss natürlich auch an den Nähten dicht sein. Hierzu werden die Nähte alle mit einem Nahtband von innen versiegelt. Grundsätzlich gilt es, im Bereich der wasserdichten Materialien zwischen “atmungsaktiven” und nicht “atmungsaktiven” Materialien (z.B. Raintec) zu unterscheiden.
Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass der Begriff “atmungsaktiv” eigentlich so nicht richtig ist. Richtig ist: “wasserdampfdurchlässig”! Die Wasserdampfdurchlässigkeit beruht auf der Struktur der Membranen oder Beschichtungen. Dampfdurchlässige Membranen und Beschichtungen haben Poren bzw. sind mikroporös. Diese Poren sind so groß, dass Wasserdampf entweichen kann, Wassertropfen auf der Außenseite aber nicht eindringen können.
Um die Dampfdurchlässigkeit zu gewährleisten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Innerhalb der Bekleidung muss eine höhere Temperatur herrschen, als außerhalb der Kleidung, weil ein höherer Druck nötig ist. Es kann also unter Umständen auch dazu kommen, dass auch eine hochwertige GORE-TEX®-Membrane nicht “funktioniert” (Das feucht-warme Klima in den Tropen ist ein solches Beispiel).
Aber auch unter optimalen Bedingungen ist die “Atmungsaktivität” eingeschränkt. Zur Zeit erreichte Höchstwerte sind ca. 200 bis 300 Gramm Dampf pro Stunde pro m². Bei vielen Aktivitäten wird jedoch mehr Schweiß produziert, so schwitzt man zum Beispiel beim Wandern, Radfahren oder Skifahren bis zu zwei Liter pro Stunde. Um auch unter diesen Umständen ein angenehmes Klima zu erhalten, werden Funktionswäsche und ebenfalls funktionelle Zwischenschichten benötigt.
Zur Zeit gibt es Bemühungen, einen einheitlichen Wert für die Dampfdurchlässigkeit eines Materials zu erhalten. Der RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) misst den Widerstand eines Materials am fertigen Bekleidungsstück! (nicht nur an der Membran) für den Dampfdurchgang. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Dampfdurchlässigkeit zu unterstützen, wie Unterarmreißverschlüsse oder Taschenbelüftungen.

 

 

Wichtig: Handschuhe, Kopfbedeckung, Stirnband und Mütze nicht vergessen!

Gut zu wissen: Eine gute Sonnenbrille sowie Sonnencreme mit hohem LSF sind empfehlenswert, da bei Sonnenschein der Schnee reflektiert und stark blenden sowie empfindliche Haut strapazieren kann. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass die Sonnenbrille keine Metallteile besitzt, welche die Haut im Gesicht direkt berühren, da Metall stark abkühlt und somit ein unangenehmes Tragegefühl auslösen kann.

Bei Hundeschlittentouren gibt es Wärmeoveralls, die sich aber schlecht regulieren lassen. So kommen die Musher ins Schwitzen, wenn es mal anstrengender wird, haben aber keine Möglichkeit, sich des Overalls zu entledigen. Also besser: Zwiebelschalen-Prinzip!

  

Tipp zum Packen:
Nur so wenig mitnehmen wie möglich, aber soviel wie nötig. Profis machen eine Packliste und gehen sie nach der Tour durch. Dadurch lässt sich mit der Zeit die Ausrüstung minimieren, ohne auf Komfort zu verzichten!

 

Das Zwiebelprinzip beinhaltet je nach Einsatz verschiedene, aufeinander abgestimmte Bekleidungsschichten mit verschiedenen Aufgaben. Ziel ist es, bei jedem Wetter ein angenehmes Klima für den Körper zu erhalten, um somit die eigene Leistungsfähigkeit zu bewahren und das Wohlbefinden zu gewährleisten.

Gut zu wissen

Bekleidungsempfehlung für die Skiwanderung

Speziell für das Skiwandern in Finnland sollten Sie die richtige Ausrüstung wählen. Diese sollte so zusammengestellt sein, dass Sie mehrere dünne Schichten übereinander ziehen, die bei Bedarf ausgezogen werden können (Zwiebelprinzip). Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick, was auf Skiwanderungen in Finnland auf jeden Fall ins Reisegepäck gehört:
  • winddichter Anorak mit Kapuze
  • wasserdichte Überhose
  • warme Jacke für die Pausen
  • Thermounterwäsche
  • 2 dünnere Pullover 
  • 1-2 Woll- oder Fleecepullover
  • Handschuhe und ein paar dicke Fäustling für die Pause
  • warme Socken (Wolle)
  • Kopfbedeckung
  • Wanderschuhe
  • ggf. Gamaschen
  • Tagesrucksack (15-20 l)
  • bruchfeste Thermosflasche
  • Stirnlampe
Auch das gehört zu Skitouren dazu:
  • Hausschuhe
  • evtl. Spiele
  • Verbandspäckchen und persönliche Medikamente
Hinweis: Vor Ort werden Bettwäsche und Handtücher sowie Skiwachs gestellt.


Wetter und Lichtverhältnisse

Die Tagestemperaturen im Februar und März schwanken normalerweise zwischen -5 und -20 °C. Jedoch sind auch einige Plusgrade oder kalte Nächte mit bis zu -30 °C möglich.
Während die Tage Anfang Februar mit etwa 9 Stunden Helligkeit (ca. 8-17 Uhr) noch recht kurz sind, steigt diese nun rasch an. Anfang März sind bereits 12 Stunden (ca. 6:30 - 18:30 Uhr) zu erwarten und Ende März 15 Stunden Tageslicht (ca. -20:30 Uhr).

7-tägige geführte Skiwanderung von Hütte zu Hütte im Osten Finnlands

Erleben Sie Skiwandern in Finnland: Gespurte Loipen und Gepäcktransport locken zu einer Skiwanderung für komfortbewusste Langläufer. Die Ski-Wandertour führt Sie in den Osten Finnlands durch urwüchsige finnische Wälder. Auf Langlauf-Ski reisen Sie durch den Hossa Nationalpark und durchqueren wilde unberührte Natur, die von einer dicken Schneedecke überzogen ist. Der ortsansässige Guide macht Sie mit finnischer Saunatradition und landestypischen Delikatessen bekannt. Abends erwarten Sie auf Ihrer Skiwanderung in Finnland gemütliche Hütten mit Sauna.

Skiwanderung von Hütte zu Hütte in Finnland (Foto zur Verfügung gestellt von: Upitrek)

Reisebeschreibung  „Finnland - Skiwandern auf Loipen”

1. Tag: Anreise nach Finnland

Individuelle Anreise zum Flughafen nach Kuusamo. Bitte beachten Sie, dass es nur einen Gruppentransfer zu bestimmten Flugankunftszeiten gibt, i.d.R. für die Ankunft gegen 17:30 Uhr. Am Flughafen werden von Ihrem Guide abgeholt und fahren gemeinsam zum Gasthaus "Rajakartano" (Transfer ca. 1 Std.), wo Sie gemeinsam zu Abend essen und weitere Informationen zur Tour erhalten.
2. Tag: Beginn der Skiwanderung mit einer Tagestour im Hossa Nationalpark (17 km)

Heute beginnt die Skiwanderung mit einer Tagestour in das Erholungsgebiet von Hossa. Die Natur in Hossa ist atemberaubend, die Loipen zum Skiwandern in Finnland gut präpariert: Sie durchlaufen mit den Langlauf-Ski wunderschöne Kiefernwälder vorbei an Seen und Flüssen. Daher wird Hossa auch Fisherman's Paradise genannt. Das Mittagessen nehmen Sie heute im Hossa Visitor Center ein. Hier lernen Sie auch einiges über die Geschichte der Region.
Vermutlich gibt es nichts Finnischeres als die Sauna. Nach der Rückkehr in die Unterkunft haben Sie daher die Möglichkeit, in der dampfend heißen, traditionellen finnischen Sauna zu entspannen. Wer sich traut, kann zwischen den Saunagängen auch Eisschwimmen ausprobieren!
3. Tag: Tagestour in Martinselkonen (17 km)

Nach dem Frühstück wechseln Sie die Unterkunft. Mit dem Auto geht es zum Wildniszentrum Martinselkonen (ca. 45 min). Hier werden Sie die nächsten zwei Übernachtungen verbringen. Die heutige Langlauf-Tour führt Sie durch das Martinselkonen-Naturschutzgebiet, welches zum Schutz der finnischen Wildnis, insbesondere der Feuchtgebiete mit ihren vielen Vögeln und Insekten, eingerichtet wurde. Überall hier gibt es weite Sümpfe, kleine Seen, uralte Wälder und Bäume, die in Flechten gehüllt sind. Ab heute wird die Tour von einen Motorschlitten begleitet. Der Fahrer spurt die Loipe und bereitet das Mittagessen am offenen Feuer zu. Übernachtung im Wildniszentrum Martinselkonen.
4. Tag: Tagestour im Naturschutzgebiet Martinselkonen (23 km)

Der vierte Tag der Finnland-Skiwanderung erwartet Sie mit einer weiteren Tagestour. Sie überqueren dabei zugefrorene Seen und Sümpfe und durchdringen Wälder, die mit einer dicken, weißen Schneedecke bedeckt sind. Die Stille hier ist fast greifbar - nur das Geräusch von Skiern und Stöcken durchdringt die Stille der Urwälder.
5. Tag: Unterwegs im Naturschutzgebiet, Wildniscenter von Martinselkonen - Arola (22 km)

Auf Langlauf-Ski gleiten Sie heute quer durch das Naturschutzgebiet von Martinselkonen. In diesem durch kleinere Moorgebiete und Fichtenwälder unterbrochenen Naturschutzgebiet halten sich auch Rentiere auf. Den Lunch nehmen Sie in einer Wildhütte unterwegs ein. Kaffee, heiße Suppe und Sandwiches geben Kraft für die zweite Teilstrecke der Skiwanderung. In diesen Urwäldern leben z.B. Braunbären, die noch bis April in ihren Höhlen unter der dicken Schneedecke schlafen. Auch Wolf, Luchs und Vielfraß sind in diesen Wäldern zu Hause. Sehr selten kann man diese scheuen Tiere sichten, zahlreiche Spuren im Schnee verraten aber ihre Anwesenheit. Nachmittags erreichen Sie dann das heutige Ziel: das Gasthaus Arola. Die Gastgeber bereiten das Abendessen in einem traditionellen Blockhaus aus lokalen Zutaten zu.
6. Tag: Arola, Tagestour (ca. 20 km)

Heute unternehmen Sie eine weitere Skiwanderung durch Fichtenwälder den Spuren von Rentieren folgend. Zum Mittag stoppen Sie in einer Wildnishütte. Ein heißes Getränk und über dem offenen Feuer zubereitete Suppe spenden Wärme und Kraft. Am Nachmittag kehren Sie nach Arola zurück und verbringen hier die letzte Übernachtung der Reise. Die nette Atmosphäre und die herzliche Gastfreundschaft der Gastgeber sind ein schöner Reiseausklang. Ein spannender Winterurlaub in Finnland geht langsam zu Ende.
7. Tag: Abreise

Nach den Frühstück werden Sie zum Flughafen in Kuusamo gebracht (Transfer ca. 2 Stunden). Der Transfer wird für die gesamte Gruppe für die Mittagsverbindungen gegen 13:40 Uhr organisiert. Individuelle Heimreise.
Hinweis zur An- und Abreise sowie zur Tour

Der Tourenverlauf kann sich kurzfristig vor Ort aufgrund der Witterungsverhältnisse ändern!
Bitte berücksichtigen Sie die passende Ankunftszeit am Flughafen in Kuusamo. Der Transfer wird nur für bestimmte Ankünfte und Abflüge organisiert. Gern teilen wir Ihnen die Flugzeiten auf Anfrage mit. I.d.R. sollte die Ankunft in Kuusamo um 17:30 mit AY497 erfolgen, der Rückflug mit AY486 um 13:40 Uhr. Änderungen möglich. Bitte kontaktieren Sie uns bevor Sie Ihre Flüge buchen. Je nach Flugverbindung kann auch eine Zwischenübernachtung in Helsinki erforderlich sein.

 

Unterkunft und Verpflegung auf Ihrer Skiwanderung in Finnland

Sie übernachten in urigen Gästehäusern in Zwei- bzw. Mehrbettzimmern. Alle Hütten haben – selbstverständlich – eine Sauna, in der Sie abends ausspannen können. Fast alle Hütten sind beheizt und haben Strom. Toiletten und Duschen befinden sich außerhalb der Zimmer. Bettwäsche für die Übernachtung ist vorhanden. Ebenso Handtücher.
Während der Skiwanderung ist gute Ernährung sehr wichtig. Das rustikale Frühstück bringt Sie richtig in Schwung. Tagsüber ein guter Lunch im Freien mit Picknick am Lagerfeuer und abends ein wohlverdientes, üppiges Abendessen mit Spezialitäten aus Finnland und der Provinz Karelien. Die karelische Küche ist sowohl westlich von Schweden als östlich von Russland geprägt. Die Mahlzeiten werden vom Guide zubereitet, der Sie auch gern in die Geheimnisse der finnischen Kochkunst einweist.
Vegetarische Gerichte sind auf Anfrage erhältlich. Auch auf glutenfreie Erfährung kann Rücksicht genommen werden. Bitte informieren Sie uns bei Buchung.

Landschaft/Anforderungen

Die ostfinnische Region Kainuu gilt als Geburtsstätte des finnischen Nationalepos - der Kalevala. Die natürlich gewachsene Kalevala-Tradition kommt überall zum Ausdruck: Hier ist die Natur eine Herzenssache. Sie ist die Quelle der Erholung und pures Erleben. In Kainuus Landschaften dominieren Wälder, Seen, Berge und Moore, die im Winter vom Schnee verzaubert werden. Erleben Sie hier greifbare Stille und den Zauber der echten Wildnis.
Diese winterliche Wandertour auf Langlaufskiern führt durch das nordöstlichste Gebiet der Europäischen Union durch wilde unberührte Natur. Gut präparierte Loipen ziehen sich durch die abwechslungsreiche Landschaft.

Die täglichen Etappen der Skiwanderung mit Tagesrucksack verlangen eine gute Alltagskondition. Es werden ca. 17 - 23 km zurückgelegt, sodass Sie ca. 5 bis 7 Stunden auf Langlaufski verbringen, inklusive Pausen. Die Gesamtstrecke der Skiwanderung liegt bei etwa 100 km. Erfahrung im Langlauf ist daher erforderlich, die Tour eignet sich aber sehr gut für Anfänger im Skiwandern. Das Gelände ist recht einfach. Auf der Strecke liegen keine großen Berge vor Ihnen, einige Hügel und Senken werden Sie dennoch erwarten, vorwiegend am ersten Tag der Skiwanderung. Das Gepäck wird für Sie mit einem Motorschlitten transportiert. Die Motorschlitten präparieren auch die Loipe für die Gruppe, es handelt sich nicht um eine regelmäßig gespurte Loipe.
Für die Skiwanderung im klassischen Stil eignen sich Nordic Ski, ca. 44 mm breit, am besten (breite Backcountry-Ski oder Tourenski mit Stahlkanten eignen sich nicht). Die Langlauf-Ski können Sie auch mieten, bitte geben Sie dies bei Buchung an.

Zubuchbare Leistungen

(Preise pro Person)

  • Verleih Langlauf-Ski, Stöcke und Schuhe (bitte im Voraus mieten): +70 EUR
  • Verleih Langlauf-Ski, Stöcke (bitte im Voraus mieten, eigene Schuhe sollten über NNN oder SNS Bindung verfügen): +50 EUR
  • Flug: auf Anfrage. Gern sind wir Ihnen bei der Organisation der An- und Abreise behilflich und erstellen gern ein tagesaktuelles Angebot für den Flug.
  • atmosfair Spende für klimabewusstes Fliegen: +32 EUR
  • Reiseversicherung

Eignung für mobilitätseingeschränkte Personen:

nein

Das sagen unsere Gäste

"Eine gut organisierte Abenteuertour mit guten sportlichen Wert."

Gut zu wissen

Bekleidungsempfehlung für die Skiwanderung

Speziell für das Skiwandern in Finnland sollten Sie die richtige Ausrüstung wählen. Diese sollte so zusammengestellt sein, dass Sie mehrere dünne Schichten übereinander ziehen, die bei Bedarf ausgezogen werden können (Zwiebelprinzip). Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick, was auf Skiwanderungen in Finnland auf jeden Fall ins Reisegepäck gehört:

  • winddichter Anorak mit Kapuze
  • wasserdichte Überhose
  • warme Jacke für die Pausen
  • Thermounterwäsche
  • 2 dünnere Pullover 
  • 1-2 Woll- oder Fleecepullover
  • Handschuhe und ein paar dicke Fäustling für die Pause
  • warme Socken (Wolle)
  • Kopfbedeckung
  • Wanderschuhe
  • ggf. Gamaschen
  • Tagesrucksack (15-20 l)
  • bruchfeste Thermosflasche
  • Stirnlampe

Auch das gehört zu Skitouren dazu:

  • Hausschuhe
  • evtl. Spiele
  • Verbandspäckchen und persönliche Medikamente

Hinweis: Vor Ort werden Bettwäsche und Handtücher sowie Skiwachs gestellt.


Wetter und Lichtverhältnisse

Die Tagestemperaturen im Februar und März schwanken normalerweise zwischen -5 und -20 °C. Jedoch sind auch einige Plusgrade oder kalte Nächte mit bis zu -30 °C möglich.
Während die Tage Anfang Februar mit etwa 9 Stunden Helligkeit (ca. 8-17 Uhr) noch recht kurz sind, steigt diese nun rasch an. Anfang März sind bereits 12 Stunden (ca. 6:30 - 18:30 Uhr) zu erwarten und Ende März 15 Stunden Tageslicht (ca. -20:30 Uhr).

Weitere Informationen

Zwiebelprinzip - Tipps und Details zur Kleidung


DAS ZWIEBELPRINZIP BEI DER BEKLEIDUNG

In Skandinavien gibt es noch richtigen Winter. Gerade im Norden sind Temperaturen von bis zu -20°C nicht selten. Da der Spaß und Komfort bei der Reise auch von der richtigen Bekleidung und Temperatur abhängt, sollte man sich vor Reisebeginn einige Gedanken zur richtigen Ausrüstung machen.

Da die Außentemperatur ständig wechselt und der Mensch je nach Aktivitätsgrad mehr oder weniger Wärme produziert, gibt es das perfekte Kleidungsstück leider nicht. Aus diesem Grund ist das sogenannte Zwiebelprinzip, d.h. das Tragen von mehreren Schichten, nach wie vor am besten geeignet für einen angenehmen Komfort. Beim Zwiebelprinzip gilt: lieber viele dünne Schichten, als wenige dicke. Als Grundmodell, das aber natürlich an die entsprechenden Touren-Bedingungen angepasst werden muss, kann folgende Schichten-Abfolge empfohlen werden:

 

 

1. Funktionswäsche (1. Schicht)
Die erste Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird, ist die Funktionsunterwäsche. Diese besteht oft aus verschiedensten Kunstfasergeweben, bzw. Gewebemischungen, welchen gemeinsam ist, dass sie die Feuchtigkeit (Schweiß) zwar von der Haut ableiten, aber diese dann nicht speichern (dies ist zum Beispiel bei Baumwolle der Fall). Kunstfaserwäsche verteilt die abgegebene Feuchtigkeit auf eine größere Fläche, sodass diese wesentlich schneller verdunsten kann. Aufgrund dieser Eigenschaft kommt es kaum zu einer Auskühlung des Körpers durch Verdunstungskälte. Somit wird Energie gespart und die Leistungsfähigkeitdes Körpers bleibt erhalten. Jede Funktionswäsche ist antibakteriell ausgestattet und hat meistens Flachnähte, um unangenehmes Scheuern auf der Haut zu verhindern.

2. Isolationsschicht (2. Schicht)
Auch bei der zweiten Schicht kommen wieder Kunstfasergewebe zum Einsatz. Am häufigsten wird als Zwischenschicht mit guter Isolationsfähigkeit noch immer Fleece genutzt. Fleece wird in verschiedensten Formen und Varianten verarbeitet und ist somit für die unterschiedlichsten Ansprüche einsetzbar.
Die Vorteile sind ähnlich der Funktionswäsche: schnelles Trocknen, geringes Gewicht, Isolation auch noch im feuchten Zustand, kuschelig weich, sehr pflegeleicht und robust.

Es existieren noch weitere “Sonderformen” wie zum Beispiel dehnbares Fleece (Stretch), wasserabweisend behandeltes Fleece mit extra eingearbeiteter Ausrüstung (DWR: Durable Water Repellency) und bipolares Fleece bei dem die Innen- und die Außenseite unterschiedlich verarbeitet sind (innen flauschig weich, außen dichter und fester). Bekanntester Hersteller ist Malden Mills mit seinem Polartec®-Fleece. Es gibt aber inzwischen auch verschiedene andere hochwertige Fabrikate wie z.B. unser Polarlite®. Anhand des Polartec® Systems von Malden lassen sich Fleecematerialien recht anschaulich einteilen. Es gibt 100er (auch als Microfleece bezeichnet), 200er und 300er Fleece. Hierbei bezieht sich die Zahl jeweils auf das Gewicht pro m². Alternativen im Bereich der Isolationsschicht sind mit Daunen oder Kunstfasern gefüllte Bekleidungsstücke, welche häufig in der Lage sind, sehr viel warme Luft zu speichern, aber oftmals auch etwas dicker auftragen und für viele Zwecke eventuell schon zu warm sein können.

 

3. Wind- und Wetterschutz (3. und 4. Schicht)
Diese Schicht stellt die äußerste und damit dem Wetter am meisten ausgesetzte Bekleidungsschicht des Zwiebelprinzips dar. Auch innerhalb der Produkte dieser Schicht gibt es die verschiedensten Ausführungen. Je nach Art der Nutzung kommen hier winddichte und/oder wasserdichte Materialien zum Einsatz:

A. Im Bereich der winddichten Bekleidung findet man häufig den Windstopper® der Firma Gore oder vergleichbare Produkte z.B. Power Shield® von Malden Mills. Diese Materialien zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu 100% winddicht sind und somit ein schnelles Auskühlen des Körpers durch ein Zerstören der warmen Luftschicht (“Windchilleffekt”) verhindern. Weitere positive Eigenschaften der winddichten Materialien kann die stark wasserabweisende Wirkung (wasserabweisend, aber nicht zu 100% wasserdicht!) sein (=Softshell), die relativ hohe Atmungsaktivität, das angenehme oftmals weiche Tragegefühl sowie die Vielseitigkeit der Anwendung.

B. Daneben gibt es noch wasserdichte Kleidung. Ein Bekleidungsstück welches wasserdicht sein soll, muss natürlich auch an den Nähten dicht sein. Hierzu werden die Nähte alle mit einem Nahtband von innen versiegelt. Grundsätzlich gilt es, im Bereich der wasserdichten Materialien zwischen “atmungsaktiven” und nicht “atmungsaktiven” Materialien (z.B. Raintec) zu unterscheiden.
Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass der Begriff “atmungsaktiv” eigentlich so nicht richtig ist. Richtig ist: “wasserdampfdurchlässig”! Die Wasserdampfdurchlässigkeit beruht auf der Struktur der Membranen oder Beschichtungen. Dampfdurchlässige Membranen und Beschichtungen haben Poren bzw. sind mikroporös. Diese Poren sind so groß, dass Wasserdampf entweichen kann, Wassertropfen auf der Außenseite aber nicht eindringen können.
Um die Dampfdurchlässigkeit zu gewährleisten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Innerhalb der Bekleidung muss eine höhere Temperatur herrschen, als außerhalb der Kleidung, weil ein höherer Druck nötig ist. Es kann also unter Umständen auch dazu kommen, dass auch eine hochwertige GORE-TEX®-Membrane nicht “funktioniert” (Das feucht-warme Klima in den Tropen ist ein solches Beispiel).
Aber auch unter optimalen Bedingungen ist die “Atmungsaktivität” eingeschränkt. Zur Zeit erreichte Höchstwerte sind ca. 200 bis 300 Gramm Dampf pro Stunde pro m². Bei vielen Aktivitäten wird jedoch mehr Schweiß produziert, so schwitzt man zum Beispiel beim Wandern, Radfahren oder Skifahren bis zu zwei Liter pro Stunde. Um auch unter diesen Umständen ein angenehmes Klima zu erhalten, werden Funktionswäsche und ebenfalls funktionelle Zwischenschichten benötigt.
Zur Zeit gibt es Bemühungen, einen einheitlichen Wert für die Dampfdurchlässigkeit eines Materials zu erhalten. Der RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) misst den Widerstand eines Materials am fertigen Bekleidungsstück! (nicht nur an der Membran) für den Dampfdurchgang. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Dampfdurchlässigkeit zu unterstützen, wie Unterarmreißverschlüsse oder Taschenbelüftungen.

 

 

Wichtig: Handschuhe, Kopfbedeckung, Stirnband und Mütze nicht vergessen!

Gut zu wissen: Eine gute Sonnenbrille sowie Sonnencreme mit hohem LSF sind empfehlenswert, da bei Sonnenschein der Schnee reflektiert und stark blenden sowie empfindliche Haut strapazieren kann. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass die Sonnenbrille keine Metallteile besitzt, welche die Haut im Gesicht direkt berühren, da Metall stark abkühlt und somit ein unangenehmes Tragegefühl auslösen kann.

Bei Hundeschlittentouren gibt es Wärmeoveralls, die sich aber schlecht regulieren lassen. So kommen die Musher ins Schwitzen, wenn es mal anstrengender wird, haben aber keine Möglichkeit, sich des Overalls zu entledigen. Also besser: Zwiebelschalen-Prinzip!

  

Tipp zum Packen:
Nur so wenig mitnehmen wie möglich, aber soviel wie nötig. Profis machen eine Packliste und gehen sie nach der Tour durch. Dadurch lässt sich mit der Zeit die Ausrüstung minimieren, ohne auf Komfort zu verzichten!

 

Das Zwiebelprinzip beinhaltet je nach Einsatz verschiedene, aufeinander abgestimmte Bekleidungsschichten mit verschiedenen Aufgaben. Ziel ist es, bei jedem Wetter ein angenehmes Klima für den Körper zu erhalten, um somit die eigene Leistungsfähigkeit zu bewahren und das Wohlbefinden zu gewährleisten.
















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